ÖGB: "Aktion Fairness" noch vor Sommer beschliessen

Leutner: Bereit zum Verhandeln - aber nur über tatsächliche Kosten

Wien (ÖGB). Der ÖGB begrüßte heute die Entscheidung des Wirtschaftskammerpräsidenten Leopold Maderthaner, bei den entscheidenden Gesprächen für die Umsetzung der "Aktion Fairness" selbst dabei zu sein. Die Absage der Japan-Reise Maderthaners
zeige die Wichtigkeit des Themas und dass die Gleichstellung zwischen ArbeiterInnen und Angestellten noch vor dem Sommer beschlossen werden muss. Der ÖGB sei selbstverständlich bereit, über Maßnahmen zu reden, die die Angleichung für die Wirtschaft erträglich machen", sagte der Leitende Sekretär im ÖGB, Dr. Richard Leutner.++++

Vom ÖGB wurde heute die Entscheidung des Wirtschaftskammer-Präsidenten Leopold Maderthaner, persönlich an den Verhandlungen zur Umsetzung der "Aktion Fairness" teilzunehmen, begrüßt. Bei den entscheidenden Gesprächen gehe es nun darum, die Vorschläge des ÖGB mit der Wirtschaftskammer abzustimmen. Selbstverständlich ist der ÖGB bereit, über Maßnahmen zu verhandeln, die eine Angleichung für die Wirtschaft verträglich machen. Allerdings könne nur über die tatsächlich entstehenden Kosten der "Aktion Fairness" diskutiert werden und nicht über Kosten in Milliardenhöhe, wie sie fälschlicherweise von der Wirtschaftskammer behauptet werden.

Leutner abschließend: "Ich erwarte mir bei den entscheidenden Gesprächen einen wesentlichen Fortschritt, sodass die ‚Aktion Fairness‘ noch vor dem Sommer im Nationalrat beschlossen werden kann. Damit würde eine seit vielen Jahren bestehende Ungerechtigkeit zwischen ArbeiterInnen und Angestellten bei der Entgeltfortzahlung und bei den Kündigungsfristen endlich der Vergangenheit angehören." (ew)

ÖGB, 1. Juni 1999 Nr. 253

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