AKNÖ: Kampf gegen Arbeitslosigkeit bleibt erstes Ziel

Wien (OTS) - 2. Bericht von der 109. Vollversammlung der AKNÖ

Eine Vielzahl von beschäftigungsfördernden Maßnahmen
diskutierten die AKNÖ-Kammerräte bei der 109. Vollversammlung, am Dienstag, 1. Juni 1999. AKNÖ-Präsident Josef Staudinger forderte eine effiziente Umsetzung des NAP in Niederösterreich. Dazu finden sich eine Vielzahl von notwendigen Maßnahmen in der Resolution und den Anträgen zur Vollversammlung.

In der Lehrlingsbeschäftigung hat die AKNÖ das Ziel, daß die Facharbeiterausbildung eine langfristige Existenzsicherung der Jugendlichen bringt. Die Ausbildung darf sich nicht an der vermeintlichen Brauchbarkeit für die einzelnen Betriebe orientieren, sondern muß echte Zukunftsperspektiven bieten. Lehrlingsstiftungen sollen in Form von selbständigen Ausbildungsmaßnahmen weitergeführt werden. Zur Finanzierung der Lehrlingsausbildung sollen jene Betriebe herangezogen werden, die keine Lehrlinge ausbilden.

Die Vollversammlung der AKNÖ hält weiters fest, daß die Altersarbeitslosigkeit weiter gestiegen ist, obwohl die Gesamtzahl der Arbeitslosen rückläufig ist. Insgesamt waren Ende April 99 beim AMS-NÖ über 10.000 Arbeitslose über 50 gemeldet. Die AKNÖ legt mehrere Lösungsansätze zur Bekämpfung der Altersarbeitslosigkeit vor, die von Requalifizierungsmaßnahmen bis zur geförderten Altersteilzeit reichen.

Zur Unterstützung der Familien fordert die AKNÖ erneut, die Vereinbarkeit von Beruf und Familien zu verbessern. Dazu gehört vor allem, die bedarfsgerechten Öffnungszeiten bei Landeskindergärten zu verwirklichen. Wohnbau

Die Vollversammlung der AKNÖ spricht sich für eine Senkung der Wohnungskosten aus und fordert in diesem Zusammenhang die Senkung der Höchstgrenzen der Eigenmittelverzinsung bei Gemeinnützigen Wohnbauvereinigungen und die Senkung der Obergrenzen für die Maklerprovisionen. Auch bei den Bauführerbescheinigungen fordert die AKNÖ den Gesetzgeber zu einer Rücknahme der Bestimmungen für jene Bauten auf, für die schon vor dem 1.1. 97 um eine Baubewilligung angesucht wurde.

Aus den Erfahrungen der Beratungspraxis der AKNÖ heraus fordert die AKNÖ einige arbeits- und sozialrechtliche Verbesserungen, so zum Beispiel eine Verankerung von Standortbetriebsräten im Arbeitsverfassungsgesetz, die Neugestaltung der Abfertigung, die Angleichung der Rechte von Arbeitern und Angestellten.

Mit der beschlossenen Steuerreform zeigte sich AKNÖ-Präsident Josef Staudinger zwar zufrieden, erneuerte aber gerade im Hinblick auf die zahlreichen beschäftigungspolitischen Ziele der AKNÖ seine Forderung nach einer stärkeren Entlastung des Faktors Arbeit vor Steuern und Abgaben.

Fortsetzung folgt.

*** OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER

VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS ***

Rückfragen & Kontakt:

Tel.: (01) 58883-1252

AKNÖ Öffentlichkeitsarbeit

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | AKN/AKN