NEWS bringt das "Who is who" des neuen Handke-Stück

Wien (OTS) - Fast alle Personen in Peter Handkes stark
diskutiertem Stück "Die Fahrt im Einbaum oder Das Stück zum Film vom Krieg" (Uraufführung: 9. Juni, Burgtheater) sind authentisch oder beruhen auf realen Begegnungen. Das berichtet das Nachrichtermagazin NEWS in seiner morgen erscheinenden Ausgabe.

Ein Vertrauter und Reisegefährte des Autors entschlüsselt in NEWS die Gestalten, die vor den Regisseuren John O'Hara (John Ford) und Luis Machado (Luis Bunuel) zum Casting für einen Bosnien-Film antreten.

Schauplatz ist demnach das Hotel Milesiva in Prijepolje im serbischen Sandzak, wo 50 Prozent Moslems und 50 Prozent Serben leben. Neben einigen privaten Freunden Handkes ("der Fremdenführer" und "der Chronist" sind Menschen, die Handke auf seinen langen Fußwanderungen durch Serbien kennenlernte) finden sich auch Personen der unheilvollen jugoslawischen Geschichte wieder.

o Der Waldläufer ist laut NEWS der bosnische Serbe Novislav Djajic, verurteilt in München wegen Beihilfe zum Mord, weil er 1992 die Ermordung von 14 Moslems auf einer Drina-Brücke nicht verhinderte. Handke; "Die Symbolfigur des tragischen jugoslawischen Konflikts".

o Der Irre trägt Züge des einstigen Vizepräsidenten der Serbischen Republik, Nikola Koljevic, der sich 1997 in Pale mit einem Kopfschuß das Leben nahm.

o Der "Präsident des neuen Staates" ist laut NEWS-Bericht Alia Izetbegovic, Präsident Bosnien-Herzegowinas. Handke zitiert ihn mit den Worten: So war mir auch von Anfang an bewußt, daß ich, für unseren Staat, einen Teil von euch würde opfern müssen, auch Kinder."

o Der Grieche setzt sich aus Handke selbst und dem deutschen Publizisten Thomas Deichmann, Herausgeber des Magazins "Novo", zusammen. Geschildert wird u. a. ein gemeinsamer Besuch des Menschenrechtstribunals von Den Haag, als dort zwei Moslems und ein Kroate angeklagt waren.

o Die drei Kriegsberichterstatter tragen Züge mehrerer Journalisten. Hinter dem ersten internationalen" verbergen sich Ed Vulliamy ("Guardian") und Mark Denner ("New York Reviev of Books"). "Die zweite Internationale" setzt sich aus Constanze Stelzenmüller, Außenpolitik-Redakteurin der "Zeit", und Penny Marshal (ITN) zusammen, Der "dritte Internationale" schließlich erlebt eine Szene, die NEWS-Reporter Karl Wendl im Wiener Akademietheater widerfuhr: Er gerät mit Handke ("der Grieche") über im Bosnien-Krieg getötete Journalisten ins Hadern.

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