Bischof Weber im NEWS-Interview: "Ich bin sehr zornig." Der Grazer Bischof wehrt sich gegen Bestrebungen, ihn abzulösen. Vorausmeldung zu NEWS Nr. 22 / 2.6.99

Wien (OTS) - Kämpferisch zeigt sich der Grazer Bischof Johann
Weber in einem Interview in der morgen erscheinenden Ausgabe des Nachrichtenmagazins NEWS: "Ich möchte mein Bischofsamt weiter ausüben, ich bin nicht amtsmüde. In der Diözese hat diese Gerüchtemacherei, der Bischof werde durch einen Koadjutor entmündigt und es geäbe einen Kurswechsel, natürlich Schaden angerichtet: Es gibt Unruhe und Mißtrauen." Weber, der Mitte Juni als dienstältester Diözesanchef sein 30jähriges Amtsjubiläum feiert, wehrt sich damit gegen Berichte, er solle bereits im Herbst mit dem Salzburger Weihbischof Andreas Laun einen Bischofs-Koadjutor mit Nachfolgerecht erhalten. Der 72jährige Weber, der erst in drei Jahren die Altersgrenze für Bischöfe erreicht, in NEWS: "Ich war sehr zornig, wie ich das gehört habe". Denn: "Ich würde das für eine schlechte Lösung halten. Die Diözese braucht einen Kopf. Ein Duett an der Spitze würde Schaden anrichten."

Über den kolportierten Nachfolgekandidaten Andreas Laun meint Weber diplomatisch, aber ablehnend: "Lassen Sie es mich positiv formulieren. Graz braucht jemanden, der nicht als Fahne vor sich her trägt: Vieles, was bisher geschah, ist falsch gelaufen. Jetzt wird alles ganz anders."

Für den Fall, daß Laun nach Graz kommt, kündigt der steirische Präsident der Katholischen Aktion und Ex-Chefredakteur der "Kleinen Zeitung", Fritz Csoklich, in NEWS an: "Das lassen sich die Steirer nicht gefallen. Da gibt es einen Riesenwirbel." Csoklich bereitet seine Funktionäre bereits jetzt für den Fall der Fälle vor: "Wir stimmen unsere Leute ein, bei einem Bischofswechsel nur ja auf dem Posten zu bleiben. Rücktritte erleichtern nur, die Diözese auf Wendekurs zu bringen."

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