NÖVP-Hintner: Postdienste werden massiv eingeschränkt!

Von 620 NÖ-Postämtern werden 509 zu sogenannten "Basispostämtern" degradiert! Wien (OTS) - Alarmiert durch die Proteste seitens der FCG-Postgewerkschafter Franz H= natusko und Manfred Wiedner (Aufsichtsrat der Post AG) in bezug auf die geplanten Umstrukturierungen, wandte sich heute der Sozialsprecher des NÖAAB-Abgeordnetenklubs, LAbg. Hans Stefan Hintner, gegen die massive Gefährdung vieler niederösterreichischer Postämter.

"Derzeit gibt es in Österreich zirka 2230 Postämter. Das neue Postkonzept sieht nun die Schaffung von 550 Servicepostämtern und 1680 Basispostämtern vor. Während die Servicepostämter weiter ausgebaut werden sollen, verlieren die Basispostämter zahlreiche Funktionen: So sollen nur mehr Standardprodukte angeboten werden (z.B. Wegfall von Fracht und Zeitungszustellungen), wodurch in Folge auch die gewohnten Öffnungszeiten in Gefahr sind. Weiters werden durch den Wegfall der Verwaltungsaufgaben die Basispostämter de facto zu unselbständigen Schalterstellen degradiert", erklärte Hintner die Umstrukturierungspläne. Für Niederösterreich ergibt sich folgendes Bild: Von den 620 Postämtern sollen 111 als Servicepostämter und 509 als Basispostämter den Kunden zur Verfügung stehen.

"Nachdem die Umstrukturierungspläne bei den Basispostämtern eine laufende Defizitkontrolle und eine periodische Standortüberprüfung vorsehen, ist mit der schleichenden Schließung zahlreicher Postämter zu rechnen, obwohl im Konzept natürlich kein Wort von "Schließung" vorkommt. Wie sollen sich aber in Zukunft z.B. die in ihren Leistungen eingeschränkten Basispostämter 3342 Hollenstein, 3344 St. Georgen und 3345 Göstling gegenüber ihrem rund 30 Kilometer entfernten Servicepostamt 3292 Gaming rechnen?", fragt sich der Landtagsabgeordnete.

Flächendeckende Postdienst - Versorgung ebenfalls in Gefahr!

LAbg. Hans Stefan Hintner sieht in der Schaffung der 509 Basispostämter (= 82% der NÖ-Postämter !!) auch eine Bedrohung der bislang flächendeckenden Postdienst - Versorgung.

"Wenn es in Zukunft für die Post AG finanziell unattraktiv ist, den Postdienst in entlegenden Gebieten bzw. in kleinen Ortschaften unseres Bundeslandes aufrecht zu erhalten, wird sich auch kaum ein Privater um die Sache annehmen. Nach dem Rückgang der Nahversorger und der Wirtshäuser werden viele Gemeinden eine weitere Infrastruktureinrichtung zum Schaden der Bevölkerung verlieren", so der Mödlinger VP-Abgeordnete.

In diesem Zusammenhang forderte Hintner den Gesetzgeber auf, für privatisierte oder aus der Bundesverwaltung ausgegliederte Unternehmen einen Versorgungsauftrag zu definieren. Es sei zwar sehr erfreulich, wenn sich privatisierte Unternehmen finanziell positiv entwickeln, dass Leistungs - und Serviceangebot dürfe aber keinen Schaden nehmen. Der finanzielle Aufwand des Versorgungsauftrages müsste von der öffentlichen Hand geleistet werden.

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