Muzik: Semmering-Basistunnel erster Eisenbahntunnel mit eigenem Sicherheitskonzept

Tauerntunnel - Erwin Pröll betreibt einmal mehr Parteipolitik auf dem Rücken von Opfern, die seine eigenen Parteikollegen zu verantworten haben

St. Pölten, (SPI) - "Der Semmering-Basistunnel, egal ob er nun gebaut wird oder nicht, ist österreichweit der erste größere Eisenbahntunnel, für den ein eigenes Sicherheitskonzept -
basierend auf den Schwerpunkt "Selbstrettung" - erarbeitet wurde. Menschen sollen in Katastrophenfällen aller erstens die Möglichkeit haben, rasch selbst aus dem Tunnel zu gelangen. Dies ist gemäß den Planungen auf der gesamten Länge des Semmeringbasistunnel gewährleistet. Der Sicherheit dienen u.a.
auch die Tunnelbeleuchtung, Fluchtwegekennzeichnungen, Löschwasserleitungen - im Tunnel und zusätzliche Löschwasserversorgung bei den Portalen -, Zufahrtsmöglichkeiten und Platzvorsorge für Einsatzfahrzeuge im Bereich der Fluchtstollenausgänge sowie spezielle Rettungsplätze. Alle diese Maßnahmen wurden unter Einbindung des Bundesfeuerwehrverbandes getroffen, dieses Sicherheitskonzept ist auch wesentlicher Bestandteil der Eisenbahnrechtlichen Bewilligung für dieses Projekt", stellt der Verkehrssprecher der NÖ Sozialdemokraten,
Abg. Hans Muzik, heute fest.****

Einmal mehr nimmt der Landeshauptmann von Niederösterreich, Erwin Pröll, unter absoluter Brüskierung der Opfer, von Toten und Verletzten, eine Katastrophe wie den Brand im Tauerntunnel zum Anlaß, auf übelsten Niveau populistische Politik zu betreiben. Zu seiner Forderung nach einem sofortigen Baustop des Semmering-Bahntunnels sollte sich der Verkehrsverantwortliche Niederösterreichs einmal die Fakten vor Augen führen. Die beiden letzten, schlimmen Katastrophen - Montblanc-Tunnel, Tauerntunnel -haben in Straßentunnels, für die sein ÖVP-Parteikollege Wirtschaftsminister Farnleitner in der Bundesregierung die Verantwortung trägt, stattgefunden. Zweitens ist der Eisenbahnverkehr schienengebunden, wobei es sicherlich auch Gefahrenpotentiale gibt, die allerdings ganz anderer Natur sind
als jene beim individuellen Kraftfahrzeugverkehr. Auch die Sicherheitstechnik ist selbstverständlich bei Eisenbahntunnel gänzlich anders gelagert als bei Straßentunnels.

"Es gibt keine 100prozentige Sicherheitsgarantie - wenn Herr
Pröll, der offensichtlich keine Ahnung vom Verkehr hat, diese in Tunnels verlangt, so müssen wir wohl alle schließen. Alle Bahntunnels, alle Straßentunnel, alle Brücken - ach ja alle Verkehrswege überhaupt. Denn eine 100prozentige Garantie gibt es nur in einem Fall: Daß die ÖVP Niederösterreich, wenn es ihr politisch in den Kram paßt, Katastrophen, Tote und Verletzte für ihre Parteipolitik mißbraucht", so der SP-Verkehrssprecher. "Und Herrn Pröll ewiges "wettern" gegen die Eisenbahn hat nur einen Grund. Der LKW-Lobbyist möchte mehr Tonnage seinen Frächtern zuschanzen, daß noch mehr Lkw-Verkehr auf der Straße ist und noch mehr gefährliche Güter zu einem Sicherheitsrisiko werden. Die ÖVP in Land und Bund hat mit dieser Politik bereits Menschenleben auf dem Gewissen - doch die sind ihr sehr wenig wert, wie man weiß. Ohne eine leistungsfähige Südbahn ist es nämlich nicht möglich, mehr Güter auf die Schiene zu bringen", so Muzik abschließend. (Schluß) fa

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