Tschechen zum Know-how-Austausch in St. Pölten

Sobotka: Bieten unsere Unterstützung an

St.Pölten (NLK) - Heute, Montag, treffen vier ranghohe Vertreter des tschechischen Umweltministeriums in St.Pölten mit Experten des Landes Niederösterreich, des Wirtschaftsministeriums und des Umweltministeriums zusammen.
Thema werden die "Erneuerbare Energieträger" sein, das Ziel ist die mögliche Unterstützung durch Niederösterreich bei der Einführung erneuerbarer Energieträger in Tschechien. Laut Sobotka unterstreichen derartige Initiativen die konsequente Anti-Atom Politik Niederösterreichs.

So wird z.B. im Laufe des Tages das Biomasse-Fernheizwerk in St. Leonhard am Forst von den tschechischen Gästen besucht werden.

Umwelt-Landesrat Wolfgang Sobotka möchte mit solchen Anregungen der tschechischen Bevölkerung Alternativen zum Atom-Strom anbieten:
"Erneuerbare Energieträger sind mit Sicherheit die Stromspender der Zukunft. Brennstäbe und Betonreaktoren stellen ein zu hohes Sicherheitsrisiko dar."

Treffen zwischen tschechischen und niederösterreichischen Experten sollen eine fixe Einrichtung werden. Dies ist nunmehr das zweite Meeting. Das erste Treffen fand - wie bereits berichtet - am 23. März in Prag zwischen Umwelt-Landesrat Wolfgang Sobotka und dem tschechischen Vizeumweltminister Ing. Lubomir Petruzela statt. Damals bekam Sobotka als erster den gesamten Bericht der Temelin-Kommission ausgehändigt, zuvor wurden bekanntlichermaßen nur Kurzfassungen ausgehändigt.

Auch die tschechische Bevölkerung spricht sich in zunehmendem Maß gegen die Atomenergie aus. Einer Umfrage vom März 99 zur Folge sind mittlerweile 53 Prozent der Öffentlichkeit gegen die Fertigstellung Temelins. Sobotka ist überzeugt, am richtigen Weg zu sein: "Diesen Wandel haben - laut der tschechischen Umweltschutzinitiative BIU und dem Centrum Energie - die kritischen Studien und Untersuchungen vor allem aus Österreich bewirkt. In diesen wurden die Probleme um das AKW Temelin sehr gut dargestellt."

Innerhalb der tschechischen Regierung hat sich in letzter Zeit eine große Skepsis für die Fertigstellung des AKW Temelin breit gemacht. Davon konnte sich Umwelt-Landesrat Sobotka im Rahmen seiner Fahrt zum tschechischen Vize-Umweltminister selbst überzeugen.

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