Handelssektionsobmann Berendt: "Handel kann bauMax-Entscheidung nicht akzeptieren"

Mehr Handelsfläche heißt weniger Arbeitsplätze

SALZBURG (HKS). "Die Politik hat heute in Sachen Mega-bauMax eine Entscheidung getroffen, die die Sektion Handel zur Kenntnis nehmen muß, jedoch aus grundsätzlichen Überlegungen nicht akzeptieren kann". Dies sagte am Montag, 31. 5., der Obmann der Sektion
Handel, Komm.-Rat Albin Berendt, zur nachträglichen Genehmigung für den Mega-Baumarkt in Wals-Siezenheim.
Viele Mitglieder im Handel, aber auch in Gewerbe und Handwerk können nicht akzeptieren, daß ein rechtswidriges Vorgehen von seiten der Betreiber auch noch nachträglich sanktioniert und saniert werde, gibt Berendt ein Stimmungsbild in der Wirtschaft wieder. Immerhin habe der Betreiber auch nach der ersten negativen Entscheidung der Landesregierung monatelang einen Baumarkt nur mit einer Genehmigung für einen Baustoffhandel weiterbetrieben, wobei Produkte verkauft wurden, die weder mit einem Baustoffhandel noch mit einem Baumarkt etwas zu tun gehabt haben. Äußerst spät habe sich die Schömer-Unternehmensgruppe erst vorige Woche bequemt, Recht und Ordnung zu entsprechen, und den Markt gesperrt, um ihn
auf die beschlossenen 12.000 m2 umzubauen.
Auch die heute von der Salzburger Landesregierung beschlossene "Verkleinerung" des Baumarktes auf 12.000 m2 und die Widmung einer Fläche von 10.000 m2 für ein Möbelhaus ändern nichts an den grundsätzlichen Bedenken, die die Sektion Handel und die Wirtschaftskammer gegen ein weiteres Anwachsen der ohnehin schon rekordverdächtigen Handelsfläche im Großraum Salzburg erheben.

Die Ansicht von SPÖ und Arbeiterkammerpräsident Böhm, daß durch Handelsgroßprojekte und noch mehr Handelsfläche mehr Arbeitsplätze im Handel entstünden, hat sich angesichts der jüngst von der CIMA erhobenen Daten endgültig als Irrtum erwiesen. Allein durch die Verwirklichung der derzeit zur aufsichtsbehördlichen Genehmigung anstehenden Projekte in der Stadt Salzburg dürften rund 900 Arbeitsplätze im Einzelhandel verloren gehen. Der Arbeitsplatz-Effekt von großen Einkaufszentren ist per Saldo eindeutig negativ.

Instrument gegen den Flächenwahnsinn

Sektionsobmann Berendt wies darauf hin, daß der Mega-Baumarkt ohne die ständigen Proteste der Wirtschaftskammer und ohne die Bemühungen des WIWE-Schutzverbandes wohl nach wie vor ungesetzlich und mit einer unverändert großen Quadratmeterfläche betrieben werde. "Ohne unsere ständigen Verhandlungen hätte sich auch auf seiten der Gesetzgebung im Bundesland Salzburg nichts getan. Immerhin konnte die Wirtschaftskammer erreichen, daß es endlich zu einem Einzelprüfverfahren für neue Einkaufszentren kommt!", weist Berendt auf einen Erfolg der Wirtschaftskammer hin. Erst jetzt könnten damit EKZ-Projekte sinnvoll auf ihre Auswirkungen geprüft werden. Sektionsobmann Berendt: "Mit dem Einzelprüfverfahren wäre im Bundesland Salzburg endlich ein brauchbares Instrument gegen
den 'Flächenwahnsinn' im Handel verfügbar!"

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