Österreich: Tod durch Ertrinken

Wien (OTS) - Die Schwimmbäder haben schon geöffnet. Die Badeseen erreichen langsam auch angenehme Temperaturen. Mit einem Wort: Die Badesaison hat wieder begonnen. Daß der Spaß im kühlen Naß nicht ungefährlich ist, zeigt ein Blick auf die Statistik. Im Durchschnitt ertrinken in Österreich jedes Jahr 120 Menschen. "Leichtsinn und Überschätzung sind die häufigsten Ursachen für Badeunfälle", erklärt Dr. Christian Feinböck vom Österreichischen Roten Kreuz. "Viele der Unfälle hätten vermieden werden können, wenn die Baderegeln befolgt worden wären."

Schwimmen strengt an. "Besonders älteren Menschen drohen Kreislaufschwächen. Wer zu weit hinaus schwimmt, sollte bedenken, daß es am Wasser keine Gelegenheit gibt, sich irgendwo auszuruhen und neue Kräfte zu sammeln", so Feinböck. Menschen mit Herz- oder Kreislauferkrankungen sollten generell vorsichtiger sein. Egal ob alt oder jung, jeder sollte sich abkühlen, bevor er ins Wasser geht -ganz besonders nach Sonnenbädern. Denn der Temperaturunterschied zwischen Wasser und Körper belaste den Organismus. Vom Schwimmen mit vollem oder ganz leerem Magen sowie nach dem Genuß von Alkohol sei abzuraten. "Bleiben Sie nicht zu lange im Wasser. Wenn Sie frieren, drohen Krämpfe oder sogar Unterkühlungen. Nach dem Bad sollte das nasse Badezeug durch trockenes ersetzt werden", so Feinböck.

Sprünge in unbekannte Gewässer bergen Gefahren. Feinböck: "Unter der glatten Wasseroberfläche können sich Felsen, Baumstämme oder andere Dinge verbergen. Springen Sie nur ins Wasser, wenn Sie sicher sind, daß es frei und tief genug ist. In der Nähe von Schleusen, Wehren, Brücken oder an Schiffahrtsrouten ist Baden gefährlich. Es kann ein Sog oder eine starke Strömung entstehen und die Schiffsschrauben von Booten können arge Verletzungen verursachen. Nichtschwimmer sollten innerhalb der gekennzeichneten Bereiche bleiben oder nur bis zur Brust ins Wasser gehen." Während Gewitter kann der Aufenthalt im Wasser lebensgefährlich werden. Beim Schwimmen im Meer droht Gefahr durch Strömungen.

Auf Kinder übt Wasser eine ganz besondere Anziehungskraft aus. Eltern sollten ihre Kinder daher am Wasser nie unbeaufsichtigt lassen. Feinböck: "Als Schwimmhilfen sind nur dem Alter angepaßte Schwimmflügel zu empfehlen, die auch getrennte Luftkammern haben sollten. Luftmatratzen, Reifenschläuche oder Gummitiere sind dafür nicht geeignet."

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