Gastgewerbe: Kostenexplosion bereitet schwere Sorgen

Kröll: Trotz des guten Sommertourismus ist die Kosten- und Steuersituation unverändert erdrückend

Wien (PWK) - In den letzten Jahren sind auf die Wirte starke Erhöhungen bei den Nebenkosten im kommunalen Bereich, wie Gebühren für Wasser, Abwasser, Müllentsorgung etc., aber auch aus der Umsetzung verschiederner EU-Richtlinien zugekommen. Diese können von den Betrieben trotz des guten Saisonverlaufs in den Preisen nicht mehr untergebracht werden, erklärt Bundessektionsobmann Komm.Rat Hansjörg Kröll. ****

Die Kostenerhöhungen bei den kommunalen Gebühren betrugen in den letzten Jahren 20 bis 30 Prozent. Im Zuge der Umsetzung der EU-Richtlinien, beispielsweise im Hygienebereich (HACCP), wurden für die Unternehmen exorbitante Kontrollauflagen eingeführt, die den Wirten schwere Sorgen bereiten. Die Gesetzgebung in Brüssel und Österreich wird daher dringend aufgefordert, für die Unternehmer realisierbare Regelungen schaffen.

Weil die höheren kommunalen Gebühren vom Unternehmer erst verdient werden müssen und die Umsetzung der Vorschriften in den Betrieben von den Behörden penibel kontrolliert werden, geht der Appell an Politik und Kontrollinstanzen, diese für die Unternehmen bei ihrer täglichen Arbeit belastende Situation zu berücksichtigen, betont Kröll.

Auch im Energiebereich will die Politik nach wie vor keine Waffengleichheit zwischen Dienstleistungsbetrieben und Produktionsbetrieben herstellen. Energieintensive Tourismusbetriebe werden bei der Energiesteuer auf Gas und Strom durch den Ausschluß von einer Vergütungsregelung weiterhin diskriminiert.

Die Kostensituation im Bereich des Zahlungsverkehrs sei ebenfalls nicht dazu angetan, den österreichischen Tourismus zu fördern. Der durch den Euro verstärkte Wettbewerb müsse künftig zu einem Abbau der Disagio-Sätze führen, fordert Kröll.

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