Josef Edler: In fünf Jahren 70.000 neue Arbeitsplätze für Wien

Norbert Scheed: WAFF setzt neue Impulse am Arbeitsmarkt

Wien (FSG). "Arbeit schaffen - Beschäftigungsprojekte umsetzen.
Wir haben dazu die Konzepte", betonte bei der heutigen Pressekonferenz Abgeordneter zum Nationalrat und Wiener
Vorsitzender der Fraktion Sozialdemokratischer GewerkschafterInnen (FSG) im ÖGB, Josef Edler, der gemeinsam mit dem stellvertretenden Wiener FSG-Vorsitzenden und Vorstandsvorsitzenden des Wiener ArbeitnehmerInnenförderungsfonds (WAFF), Norbert Scheed, Beschäftigungsprojekte präsentierte, mit denen in den nächsten fünf Jahren 70.000 neue Arbeitsplätze in Wien geschaffen werden können.++++

Mit dem raschen Ausbau der Verkehrsinfrastruktur in Wien würden nicht nur der tägliche Verkehrsinfarkt und die unzumutbaren Umweltbelastungen wirksam bekämpft, sondern vor allem Tausende
neue Arbeitsplätze geschaffen werden. Nationalrat Josef Edler forderte daher den sofortigen Bau von drei Schnellbahnringen und einen Autobahn-Umfahrungsring für Wien. Er beziffert die Investitionen mit insgesamt 40 Mrd. S. "Damit könnten in den nächsten fünf Jahren insgesamt 70.000 neue Arbeitsplätze geschaffen werden", so Edler.

Die Forderungen im Einzelnen:

Realisierung von drei Schnellbahnringen:

Wiener Schnellbahn muß ausgebaut werden – Attraktivierung dringend erforderlich.

Erhaltung bzw. Verbesserung der Lebensqualität in Wien durch Ausbau der Schnellbahnlinien.

Wien hat brachliegendes Schienennetz von rund 50 km.
Zuwenig Aktivitäten der ÖBB für städtischen Nahverkehr - Wien wird gegenüber anderen Regionen vernachlässigt.

Ausbau des S-Bahn-Verkehrs ist ein essentieller Beitrag zur Lösung der Verkehrsprobleme (Vermeidung des täglichen städtischen Verkehrsinfarktes) und schafft Arbeit.

Drehscheibe Bahnhof Wien für Nah- und Fernverkehr dringend erforderlich.

Zusätzliche Tarifangebote – Umsteigen - Park & Ride.

Bau eines Wiener-Autobahn-Umfahrungsringes:

Kontinuierliches Wachstum Verkehr.
Hochleistungsstraßen – Ring um Wien.
Nordostumfahrung Wiens muß kommen.

Realisierung der vier Verkehrsringe:

Gesamtinvestitionsvolumen von rund 40 Mrd. S und 70.000 neue Arbeitsplätze in fünf Jahren.

Davon die 3-S-Bahnringe rund 25 Mrd. S.
Anzustreben wären jährliche Investitionen in Höhe von acht Mrd. S, das bedeutet jährlich 14.000 Arbeitsplätze.

Edler abschließend: "Mit der Realisierung dieser Forderungen würden ein wesentlicher Beitrag zur Absicherung des Wirtschaftsstandortes Wien und eine größtmögliche Wertschöpfung für die Wiener, aber auch für die österreichische Wirtschaft erreicht werden."

WAFF: Neue Impulse für den Wiener Arbeitsmarkt

Norbert Scheed bezeichnete den Wiener ArbeitnehmerInnen Förderungsfonds (WAFF) als "Problemlöser am Wiener Arbeitsmarkt". Vor fast vier Jahren auf eine Initiative der Gewerkschaften durch die Gemeinde Wien gegründet ist der WAFF ein in Österreich einmaliges Modell erfolgreicher und innovativer Arbeitsmarktpolitik", sagte WAFF-Vorstandsvorsitzender Scheed.
Ziel sei nicht die Durchführung von Standardmaßnahmen, sondern die Förderung und Umsetzung neuer Ideen zur Reintegration arbeitsloser Menschen und zur Förderung neuer Beschäftigungschancen. Scheed:
"In den vergangenen vier Jahren haben durch den WAFF rund 15.000 Wienerinnen und Wiener durch ein umfassendes Betreuungsprogramm,
von der Berufsorientierung über Qualifizierung bis zur Jobsuche profitiert." Der WAFF fördere auch gezielt Eigeninitiativen von ArbeitnehmerInnen. Auf Anregung von Bürgermeister Dr. Michael Häupl wurde ein eigenes "Bildungskonto" eingerichtet, mit dem persönliche berufsbezogene Aus- und Weiterbildungsmaßnahmen einzelner ArbeitnehmerInnen finanziell unterstützt werden.

Wirtschaftsservice des WAFF

Von zentraler Wichtigkeit ist für den WAFF auch die Ansiedelung
und Neugründung von Unternehmen, bei denen sich Investoren mit einer ganzen Reihe von Institutionen und komplexen Regelungen konfrontiert sehen. Scheed: "Für Betriebsansiedeler ist es von entscheidender Bedeutung, dass sie einerseits kompetente Ansprechpartner haben, anderseits auf optimal qualifizierte ArbeitnehmerInnen zurückgreifen können, die Garant für ein gut funktionierendes Unternehmen sind." Das Wirtschaftsservice des
WAFF reicht dabei von der Gewährung monetärer Förderungen an Unternehmen, die MitarbeiterInnen qualifizieren und Qualifizierungsberatung, -management und -networking über Unterstützung bei Personalbeschaffung bis zur Unterstützung bei arbeits- und sozialrechtlichen Problemstellungen im Zusammenhang
mit Behördenkontakten.

Scheed abschließend: "Ziel des WAFF für die Zukunft ist auf Grundlage des Nationalen Beschäftigungspaktes der Bundesregierung durch eigene Impulse für die Wiener Wirtschaft neue Beschäftigungschancen für Wienerinnen und Wiener zu eröffnen. Im Rahmen des territorialen Beschäftigungspaktes für Wien ist es dem WAFF ein großes Anliegen die Beschäftigten und Arbeitssuchenden durch Qualifizierung zu unterstützen." Weitere Informationen unter der WAFF-Infoline: 212 30 40. (ew)

FSG, 31. Mai 1999 Nr. 32

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