WKÖ-Vizepräsidentin Gürtler mit 50 Firmen nach Japan

"Japan - Austria Business-Round-Table" mit wichtigstem japanischen Industrie- und Wirtschaftsverband KEIDANREN

Wien (PWK) - Elisabeth Gürtler-Mauthner, Vizepräsidentin der Wirtschaftskammer Österreich, wird Bundespräsident Thomas Klestil bei seinem ersten offiziellen Staatsbesuch nach Japan (1. - 4. Juni 1999) mit einer 50-köpfigen österreichischen Unternehmerdelegation begleiten. Höhepunkt des Wirtschaftsprogrammes ist der "Business-Round-Table Japan - Austria", am Donnerstag, dem 3. Juni, den Bundespräsident Klestil eröffnen wird. Österreichische Unternehmen werden dabei die Gelegenheit haben, unter dem Dach des mächtigsten japanischen Industrie- und Wirtschaftsverbandes KEIDANREN Geschäfts-und Kooperationsgespräche zu führen. Ebenso hat die WKÖ-Außenhandelsstelle in Tokyo zahlreiche Einzelgesprächstermine für die teilnehmenden Firmen organisiert. ****

Anlaß des Staatsbesuches sind 130 Jahre diplomatische und freundschaftliche Beziehungen zwischen Österreich und Japan. Für die Vertiefung der wirtschaftlichen Kontakte eignet sich der Zeitpunkt der Reise ebenfalls sehr gut, da die Wirtschaftskrise Japans neue Geschäftsstrategien für österreichische Exporteure erforderlich macht.

Die Exporte Österreichs nach Japan erlebten 1998 krisenbedingt einen Einbruch von 20,1 Prozent und erreichten 7,1 Mrd Schilling. Damit ist Japan zwar noch immer Österreichs wichtigster Markt in Asien, allerdings mit sehr ausbaufähigem Exportpotential. Besonders auffällig ist der Einbruch der Ausfuhren von Holz (-21 Prozent), Kfz (-30 Prozent) und Maschinen und Anlagen (-31 Prozent). Diese Rückgänge sind Ausdruck der schwachen Nachfrage, insbesondere bei langlebigen Konsumgütern sowie bei Investitionsgütern. Erfolge konnten österreichische Firmen hingegen insbesondere im Technologiebereich, zB bei Halbleitern, Haushaltsgeräten, Kunstfasern und generell im Bereich gehobener Konsumgüter verbuchen.

Auch das Erstarken der österreichischen Skiindustrie in Japan ist bemerkenswert. Diese wird am Freitag, dem 4. Juni, bei einer großangelegten Pressekonferenz, unter Vorsitz von Frau Vizepräsidentin Gürtler, die japanischen Medien über ihre Produkt-und Marketingstrategien sowie die aktuelle Marktsituation informieren.

Die Importe aus Japan nach Österreich konnten 1998 ihren steigenden Trend fortsetzen und erreichten fast 20 Mrd Schilling (+14 Prozent). Trotz Verlagerung der Produktion von japanischen PKW in die Transplants in Europa, stiegen die Importe von Straßenfahrzeugen aus Japan um 6,5 Prozent auf knapp 7 Mrd Schilling und erreichten damit den Wert der österreichischen Gesamtexporte nach Japan. Das Handelsbilanzdefizit Österreichs mit Japan stieg so 1998 auf 12,6 Mrd Schilling an.

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