Ettl: Arbeit schaffen ist beste Pensionsvorsorge

Gegen die Diskriminierung älterer ArbeitnehmerInnen

Gföhl (ÖGB). "Arbeit schaffen ist die beste Pensionsvorsorge. Dazu müssen wir sowohl auf nationaler als auch auf EU-Ebene in den nächsten Jahren noch gewaltige Anstrengungen tätigen. Daher ist die EU-Wahl am 13. Juni auch eine Richtungsentscheidung um unser Sozialsystem weiter sichern zu können", erklärte der EU-Abgeordnete und Vorsitzende des ÖGB-EU-Ausschusses, Harald Ettl, vor tausenden PensionistInnen beim "Tag der niederösterreichischen ArbeitnehmerInnen" in Gföhl. ++++

"Wenn es der EU und den einzelnen Mitgliedsstaaten gelingt die richtigen Rahmenbedingungen zu schaffen, können in den nächsten Jahren EU-weit Millionen Arbeitsplätze geschaffen werden. Das ist der beste Beitrag zur Sicherung der Pensionen", meinte Ettl. Erste Ansätze gebe es bereits. So sei die Arbeitslosigkeit vor drei Jahren noch nahe der 20-Millionen-Grenze gelegen, heute liege sie bei etwas mehr als 16 Millionen. Ettl: "Das ist immer noch zu
viel".

Zu den positiven Ansätzen zählte der EU-Abgeordnete die Programme für Langzeitarbeitlose, Frauen und Jugendliche. Besonders scharf kritisierte Ettl die Praxis vieler Unternehmer vor allem ältere ArbeitnehmerInnen einfach "auf die Straße zu stellen". Der Gewerkschafter: "Diesen Unternehmern müssen wir gemeinsam das Handwerk legen. Auch die älteren Arbeitnehmer haben ein Recht auf einen Arbeitsplatz".

Angesichts der technologischen Entwicklung gehöre zur Sicherung
der Arbeitsplätze die permanente Weiterbildung der ArbeitnehmerInnen. Ettl: "Lebenslanges lernen ist die Zukunft".
Der EU-Abgeordnete kann sich nicht vorstellen, dass "die geplante EU-Osterweiterung erfolgreich durchgeführt werden kann, wenn die
EU das Problem der Arbeitslosigkeit nicht vorher in den Griff bekommt".

Im Zusammenhang mit der EU-Osterweiterung verwies Ettl darauf,
dass das EU-Parlament bereits im Dezember 1997 auf seine
Initiative hin beschlossen habe, dass es eine Erweiterung nur mit Übergangsregelungen für den Arbeitsmarkt geben dürfe. Ettl:
"Darüber sind wir uns auch mit den Gewerkschaften in den Werberländern einig". (ff)

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