Verzetnitsch: "Kampfansage gegen Altersdiskriminierung"

Solidarität zwischen den Generationen ist tragendes Element unserer Zukunft

Gföhl (ÖGB). "Wir müssen uns gegen die Altersdiskriminierung aktiv zur Wehr setzen", forderte ÖGB-Präsident Fritz Verzetnitsch, heute, Sonntag, vor Tausenden PensionistInnen beim Tag der niederösterreichischen ArbeitnehmerInnen in Gföhl. ++++

Verzetnitsch wies darauf hin, dass die Zahl der Fälle, in denen Menschen ausschließlich wegen ihres Alters vom Arbeitsmarkt verdraängt werden, nach wie vor steige. "Ältere Arbeitnehmer sind häufiger von Langzeitarbeitslosigkeit betroffen und ergalten oft weniger Chancen in der Aus- und Weiterbildung", kritisierte der ÖGB-Präsident. Es sei dies die letzte, nicht anerkannte Form der Diskriminierung. "Wenn wir erfolgreich gegen die Diskriminierung
von Rassen und Geschlecht auftreten, dann darf es auch keine Diskriminierung des Alters geben".

Neue Herausforderungen

"Der Umstand, dass die Menschen immer älter werden, ist keine Gefahr, sondern eine Herausforderungen", erklärte Verzetnitsch.
Der ÖGB werde es nicht zulassen, dass Menschen nur wegen ihres Alters an den Rand des Arbeitsmarktes und der Gesellschaft
gedrängt werden. "Wir setzen uns für den Dialog zwischen den Generationen ein". Daher werde sich der ÖGB noch stärker als bisher für Netzwerke zwischen Jung und Alt, in Stadt und Land einsetzen.

Die Maßnahmen im NAP für ältere Menschen, wie sie vom ÖGB gefordert wurden, seien ein wirksames Mittel gegen die Ausgrenzung von älteren ArbeitnehmerInnen. Verzetnitsch: "Unser Ziel ist die Verhinderung von altersbedingten Problemen wie Entqualifizierung
von älteren Arbeitnehmern oder arbeitsbedingten Problemen der Gesundheit und nicht nur eine nachträgliche Problemlösung. Wir brauchen eine Politik, die alle Bereiche umfasst, daher wenden wir uns auch gegen Verunsicherungen beim Pensionssystem".

Pensionssystem ist sicher

"Das österreichische Pensionssystem ist eines der besten der Welt. Die ständige Krankmacherei unseres Systems führt nur zu Verunsicherungen und zu einem Auseinanderdividieren der Generationen", kritisierte der ÖGB-Präsident. Er betonte, dass der Generationen- und Solidarvertrag ein tragendes Element des österreichischen Wohlfahrtstaates sei. Wenn er zu bröckeln beginne, dann würden nicht nur die Pensionen, sondern auch alle anderen Sozialsysteme gefährdet.

Bei der Pensionsreform des Jahres 1997 habe der ÖGB gezeigt, dass er auf der Seite der ArbeitnehmerInnen und PensionistInnen stehe. Verzetnitsch: "Selbstverständlich sind immer wieder Anpassungen
des Pensionssystems an soziale und wirtschaftliche Gegebenheiten notwendig. Doch diese sind stets mit Augemaß erfolgt und haben das Pensionssystem nur perfektioniert und nicht in Frage gestellt. Das ist eine der wesentlichsten Errungenschaften des Sozialsystems der zweiten Republik". (kr)

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