LR Bauer: Deklarierte Gesprächsbereitschaft der Ost- Energieversorger ist erster Schritt in Richtung positive Kooperation

"Ostverbund-Light" darf nicht am Schielen auf Einflußsphären scheitern

St. Pölten, (SPI) - "Ausländische Energiekonzerne auf Einkaufstour quer durch Europa kümmern weder Bundesländergrenzen, noch Bedenken über Einflußsphären oder Aufsichtsratbesetzungen. Diesen Unternehmen kann man nur mit einer entsprechenden Größe und einer soliden Geschäftsstrategie entgegentreten. Der "Ostverbund-Light", welcher im Rahmen der vergangene Woche stattgefundenen Verbund-Hauptversammlung zumindest in Aussicht gestellt wurde, ist ein erster wichtiger Schritt zur Schaffung eines starken Osstromverbundes", stellt Niederösterreichs Landesrat Dr. Hannes Bauer zu der festgehaltenen Absichtserklärung der EVN, der Wienstrom und anderen Versorgern über eine Intensivierung der Zusammenarbeit fest.****

Ein Ostverbund hätte eine bedeutende und ausbaufähige Marktposition, was vor allem im europäischen Maßstab von entscheidender Bedeutung ist. Daß der Weg zu einer eventuellen "Fusion" kein leichter ist, haben die vergangenen Verhandlungen sicher bewiesen. Allerdings muß auch angemerkt werden, daß Wirtschaftsminister Farnleitner die Landesgesellschaften mit dem
zu strikten Festhalten an einer Fusion nicht "überfordern" darf. "Hier wird in Strukturen eingegriffen, die über Jahrzehnte gewachsen sind und die sicher nicht über Nacht gänzlich aufgebrochen werden können. Dies brächte vielleicht auch nicht jene Vorteile, die häufig unterstellt werden. Die Absichtserklärung zur Abstimmung der Unternehmensstrategien, der Investitionen und der Verbindlichkeiten ist sicher eine "Light-Lösung", die aber sehr rasch ausgebaut werden könnte", so Bauer weiter.

"Jedenfalls sollte die rechtlich unverbindlichen Absichtserklärungen rasch in rechtlich bindende Verträge münden, über eine Ausdehnung auf den Vertrieb und damit den Verkauf werden die Landesgesellschaften und der Verbund jedenfalls nicht hinwegkommen. Der Schutz vor internationalen Übernahmen, aber auch positive Synergieeffekte in wirtschaftlichen und organisatorischen Bereichen, sind im österreichischen Energiemarkt mehr denn je ein Gebot der Stunde. Die Milliarden, die andere Konzerne mit "schmutzigem" Strom - inklusive Atomstrom - verdient haben, könnten leicht für den Aufkauf der österreichischen, und damit auf umweltfreundliche Wasserkraft basierenden Energieversorgung Verwendung finden. Eine solche Entwicklung wünscht wirklich niemand", so Bauer abschließend.
(Schluß) fa

*** OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER

VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS ***

Rückfragen & Kontakt:

Tel: 02742/200/2794

Landtagsklub der SPÖ NÖ

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NSN/SPI