Hostasch: Mehr Bewusstseinsbildung statt Verfolgung der Raucher-

Jugendliche müssen für Gefahren des Rauchens sensibilisiert werden

Wien, 30. Mai 1999 (BMAGS).- Gesundheitsministerin Lore
Hostasch setzt bei ihren Bemühungen, den Nikotinkonsum in Österreich einzudämmen, verstärkt auf Aufklärung und Sensibilisierung. "Den Rauchern muss stärker klar gemacht werden, dass jeder Zug an einer Zigarette ihrer Gesundheit keinesfalls zuträglich ist. Ich setze auf Bewusstseinsbildung durch Information. Eine Raucherprohibition, wie sie in manchen Ländern praktiziert wird, halte ich für den falschen Weg", erklärte die Gesundheitsministerin vor dem Hintergrund des morgigen Weltnichtrauchertages. Hostasch will vor allem junge Menschen davon überzeugen, dass ein Leben ohne Glimmstengel besser ist. Die erfolgreiche Informationskampagne "Smoke Sucks" wird daher intensiv weitergeführt.****

Laut Schätzungen der Weltgesundheitsorganisation (WHO) sterben derzeit jährlich rund vier Millionen Menschen an den Folgen des Rauchens. Rund 90 Prozent aller Lungenerkrankungen sind tabakindiziert, bei einer Reihe anderer Erkrankungen sind die kanzerogenen Bestandteile des Tabakrauchs und des Nikotins
zumindest als Co-Faktoren beteiligt. Allein in Österreich sterben rund 3000 Menschen jährlich an Lungenkrebs, für dessen Entstehen zu 90 bis 95 Prozent das Rauchen verantwortlich gemacht wird.

Raucher werden immer jünger

Im internationalen Vergleich zeigt sich, dass das
Einstiegsalter beim Rauchen immer niedriger wird. Während 1986 rund 13 Prozent der Burschen und 11 Prozent der Mädchen vor der Erreichung des 15. Lebensjahres zu rauchen begonnen hatten, lag der Prozentsatz 1997 bereits deutlich höher: 20 Prozent der Burschen und 16 Prozent der Mädchen haben vor 15 sich zum erstenmal eine Zigarette angezündet.

"Diese Entwicklung macht deutlich, wie notwendig
Aufklärungsarbeit in Sachen Tabakkonsum bei jungen Menschen ist. Die erfolgreiche Informationskampagne "Smoke Sucks", die in der Sprache und Bilderwelt der Jugendlichen ein Leben ohne Zigarette propagiert, wird weiter ausgebaut", kündigte die Gesundheitsministerin an.

"Wir haben im Rahmen von 'Smoke Sucks' mit Funsport-Events,
wie Beach-Volley-Ball Turnieren, Streetsoccer-Bewerben oder Inline-Skating-Aktionen, die alle unter dem Motto "Smoke Sucks" gestanden sind, sehr gute Erfahrungen gemacht. Wir werden in diesem Jahr die Arbeit intensivieren und mit einem neuen Eventteam noch stärkere Anti-Rauch-Impulse setzen", so Hostasch. Unter der Devise "Smoke Sucks" sind unter anderem sechs große Beachsoccer-Turniere und Skateboard-Veranstaltungen in allen neun Landeshauptstädten geplant. Ein Kinospot in allen großen Kinocentern soll ebenfalls Werbung für ein Leben ohne Rauch machen. Besonders forciert wird die Ausbildung von jungen Leuten zu sogenannten "Peergroupleadern". Diese sollen gemeinsam mit den 475 Jugendlichen, die bereits heuer geschult wurden, die Funktion von Meinungsbildnern in Sachen Nichtrauchen bei Gleichaltrigen übernehmen.

"Die Jugendlichen sollen durch die Art der Kampagne von selbst motiviert werden, dem Glimmstengel abzuschwören. Damit will ich auch der zugrundeliegenden Intention der Kampagne 'Von Jugendlichen für Jugendliche' gerecht werden", so Gesundheitsministerin Lore Hostasch abschließend.

(schluss)

*** OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER

VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS ***

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NSO/BMAGS