Gemeinsam Lösungen für die Zukunft erarbeiten

Maringer als ÖGJ-Vorsitzender wieder gewählt

Wien (ÖGB). Der 26. Jugendkongress des ÖGB wählte heute den 25-jährigen Stahlbauschlosser Albert Maringer von der Gewerkschaft Metall, Bergbau, Energie mit knapp 80 Prozent der Stimmen wieder
zum Vorsitzenden der Österreichischen Gewerkschaftsjugend (ÖGJ). ++++

Seine zentralen Ziele für die nächsten Jahre definiert der wieder gewählte Maringer folgendermaßen: "Eine qualifizierte Berufsausbildung, eine faire Verteilung der Ausbildungskosten, die Bekämpfung von Jugendarbeitslosigkeit, eine faire Absicherung der Pensionen für die heutige und die morgigen Generationen und die Erhaltung der Chancengleichheit im Bildungswesen sind mir wesentliche Anliegen."

Weiters wurde am Jugendkongress eine Diskussionsrunde unter der Moderation von Ö3 Informationschef, Stefan Ströbitzer, zum Kongressthema abgehalten. Dr. Peter Pelinka, News Chefredakteur, Albert Maringer, Vorsitzender der ÖGJ, Johann Schmölz, Vorsitzender der ÖGB-Pensionisten, Mag. Birgit Weiss, Politologin und Mag. Thomas M. Salzer, von der Jungen Industrie legten ihre Standpunkte dar und versuchten Lösungsvorschläge zu erarbeiten.

Pelinka hält den Geist des Generationenvertrages für gut, es müsse jedoch "zu Anpassungen der Rahmenbedingungen kommen, damit die demografischen Veränderungen ausgeglichen werden können." Außerdem sei gemeinsames flexibleres Denken und Diskutieren zwischen den Generationen nötig.

Die Forcierung der Beschäftigungspolitik sei – so Schmölz – eine der wichtigsten Maßnahmen zur Sicherung des Generationenvertrages für die Zukunft. Auch könne es nicht angehen, dass steigenden Gewinnen eine sinkende Lohnquote gegenüberstehe. Außerdem forderte Schmölz ein Mehr an Mitbestimmung denn "sowohl Jugendliche als
auch Senioren sind aus der österreichischen Politik weitgehend ausgeschlossen."

Kontroversielle Reaktionen rief die Meinung Salzers hervor, der beklagte, dass der Staat schlecht mit Geld umgehe und aufhören solle Schulden zu machen. "Man muss das Geld arbeiten lassen und
den Mut zu einem gleichen Pensionssystem für alle habe. Nur ein Unternehmen, das erfolgreich wirtschaftet, kann neue Arbeitsplätze schaffen," so Salzer weiter.

Weiss sprach sich für eine Neubewertung von Arbeit aus, da ihrer Ansicht nach der heutige Arbeitsbegriff zu traditionell definiert sei. Außerdem sei eine Abflachung der Einkommenskurve nötig.

Die Verantwortung des Staats forderte Maringer ein: "Es muss auch
in Zukunft möglich sein sich auf die staatliche Pension verlassen zu können. Daher müssen die Generationen gemeinsam Lösungsvorschläge erarbeiten. Private Zusatzvorsorge ist nicht abzulehen. Sie darf jedoch nicht zum Hauptinstrument
umfunktioniert werden, weil sich dann viele ArbeitnehmerInnen ihre Pension einfach nicht ‚leisten‘ könnten."(zm)

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