Stoisits: Tod bei Abschiebung zeigt Zynismus von Debatte

Warnungen der Grünen bei Parlamentsdebatte über Abschiebepraxis auf tragische Weise erfüllt

Wien (OTS) - "Der Fall des gestern von deutschen Bundesgrenzschutzbeamten im Zuge einer Abschiebung zu Tode gebrachten Sudanesen zeigt, wie zynisch und menschenverachtend die Debatte im österreichischen Parlament zuletzt geführt wurde", kommentiert die Migrationssprecherin der Grünen. Die Regierungsparteien und die FPÖ wollten nur mehr über den technischen Vorgang einer Abschiebung diskutieren und haben insbesondere die Frage erörtert, ob nicht ein Sturzhelm weiterhelfen könne, nachdem der Einsatz eines Klebebandes zum Tod von Marcus Omofuma geführt habe. ****

"Die Debatte um den Einsatz eines Sturzhelms bei Abschiebungen ist nun in grausamer Weise von der Realität eingeholt worden und die Warnung der Grünen, daß es nicht um einen technischen Transportvorgang, sondern um Menschlichkeit geht, hat sich auf tragische Weise erfüllt", so Stoisits. "Wer in einem Menschen nur mehr ein abzuschiebendes Transportstück sieht und dieses möglichst ruhiggestellt transportieren will, der wird mit dem gestrigen Tod des sudanesischen Schubhäftlings hoffentlich zur Einsicht kommen, daß Schubhäftlinge keine Transportobjekte sind, sondern Menschen, mit denen man reden und deren Ängste man ernst nehmen muß" schließt Stoisits.

Rückfragenhinweis: Reinhard Pickl-Herk,
Pressesprecher der Grünen im Parlament, 0664/4151548
(Schluß)

*** OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER

VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS ***

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | FMB/OTS