Hiller: Personalmangel an den Grenzen macht den Beamten das Leben schwer

146,9% mehr Illegale als vor einem Jahr und nicht mehr Personal

Niederösterreich, 29.5.99 (NÖI) "Der aktue Personalmangel an den niederösterreichischen Grenzdienststellen macht den Beamten
das Leben schwer. Ein Beispiel dafür ist der Bezirk Mistelbach:
Vom 1.1.1999 bis zum 20.5.1999 wurden im Bezirk Mistelbach auf
einer Grenzlänge von 97 km 679 Illegale aufgegriffen. Das ist gegenüber dem Vorjahr eine Steigerung um 146,9%. Allein in Laa/Thaya wurden 390 Illegale aufgegriffen. Diesen gewaltigen Zustrom von Illegalen müssen unsere Beamten mit viel zu wenig Personal bewältigen", kritisierte LAbg. Franz Hiller.****

Hiller warf dem Innenminister in diesem Zusammenhang schwerste Versäumnisse vor: "Obwohl wir seit 1997 hören, daß der Soll-Stand von Grenzbeamten demnächst erreicht sein wird, ist dieser noch lange nicht erreicht. Erst vor wenigen Tagen hat der Gendameriekommandant für Niederösterreich 1150 Beamte gefordert. Derzeit gibt es 786 und im September werden von diesen 786 Beamten wieder über 30 Beamte auf Schulung geschickt. Das bedeutet, daß genau diese Anzahl fehlt", so Hiller weiter.

Warum gerade das Bundesland Niederösterreich so stiefmütterlich behandelt wird, ist nicht erklärbar. So sind im Bundesheer neben ca. 800 Grenzgendarmen, 2000 Mann im Assistenzeinsatz an der
Grenze. "Wenn es Schlögl nicht gelingt, eine entsprechende Anzahl von Grenzbeamten zu bekommen, sollte er wenigstens dem Assistenzeinsatz des Bundesheeres zustimmen", betonte Hiller
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