SPNÖ-Landesfrauenkonferenz: Abg. Helene Auer mit einem überwältigenden Vertrauensbeweis neuerlich zur Vorsitzenden gewählt

St. Pölten, (SPI) - Die Badener SP-Landtagsabgeordnete und Bürgermeisterin von Oberwaltersdorf, Helene Auer, wurde bei der SPNÖ-Landesfrauenkonferenz gestern Freitag, den 28. Mai 1999,
mit einem überwältigenden Vertrauensbeweis wieder zur
Vorsitzenden der SPNÖ-Frauen gewählt. Sie erhielt 97,5 Prozent
der Delegiertinnenstimmen. Auer trat vergangenes Jahr die
Nachfolge von Landesrätin Traude Votruba als Frauenvorsitzende
an. Helene Auer war über Jahre Landesfrauensekretärin der SPÖ-NÖ, stellvertretende Landesfrauenvorsitzende, von 1984 bis 1998 Vizebürgermeisterin ihrer Heimatgemeinde Oberwaltersdorf und ist seit vergangenem Jahr Bürgermeisterin. Sie gehört dem NÖ-Landtag seit 1987 an und ist stellvertretende Klubobfrau der SPÖ-NÖ. Zu ihren Stellvertreterinnen wurden Renate Seitner, Karin
Prinesdom, Heidemaria Onodi und Ingrid Putz gewählt.****

"Frauenpolitik ist eine harte Knochenarbeit, ein unermüdliches Anrennen gegen Vorurteile und Barrieren, Frauenpolitik verlangt Erfahrungen und intime Kenntnis der politischen Mechanismen und Zusammenhänge, die man einfach benötigt, politisch und gesellschaftliche Anliegen der Frauen und damit auch der
Familien um- und vor allem durchzusetzen. Ich will mich heute
ganz besonders für das mir entgegengebrachte Vertrauen bedanken
und versichern, daß ich auch in der vor mir, ja vor uns NÖ-
Frauen liegenden Funktionsperiode als Verhandlerin und "Duchsetzerin" von Frauenanliegen handeln und arbeiten werde”,
so die neugewählte NÖ-Landesfrauenvorsitzende Abg. Helene Auer.

Eine moderne Gesellschaft muß eine Gesellschaft der Chancengleichheit von Mann und Frau sein. Die Politik ist daher aufgefordert, Frauen und Mädchen in allen Bereichen die Gleichstellung zu ermöglichen. "Schwerpunkte
sozialdemokratischer Politik sind daher die Verbesserung der sozialen Absicherung von Frauen – Stichwort eigene Altersversorgung -, die Verbesserung ihrer Situation am
Arbeitsmarkt sowie der Rahmenbedingungen zur Vereinbarkeit von
Beruf und Familie. Gleichberechtigung im Berufsleben,
Vereinbarkeit von Beruf und Familie und die Förderung der Eigenständigkeit in Beruf und in der sozialen Absicherung sind daher die zentralen Forderungen sozialdemokratischer Frauen- und Familienpolitik”, so Auer weiter.

Obwohl sowohl bei den Schulabgängern mit Matura, als auch bei
den Universitätsabsolventen die Frauen gegenüber den Männern
klar die Mehrheit haben, ist es nach wie vor so, daß Frauen in einem wesentlich geringerem Ausmaß führende Positionen in den Betrieben und der öffentlichen Verwaltung einnehmen als Männer. Nicht mehr als 5 Prozent aller weiblichen Angestellten sind beispielsweise in Führungspositionen in den Betrieben tätig, in der öffentlichen Verwaltung ist der Prozentsatz sogar noch geringer. Die Politik hat daher weiterhin die Aufgabe, die bestehenden Ungleichgewichte aufzuzeigen und durch wirkungsvolle Maßnahmen in der Gesellschaftspolitik und in der Arbeitswelt
alles zu tun, diese Ungleichheiten zu beseitigen. Die laufende Anpassung des Gleichbehandlungsgesetzes, die Durchsetzung des Grundsatzes ”gleicher Lohn für gleiche Arbeit” und die Stärkung und die Ausweitung der Verantwortlichkeit des Frauenministeriums sind hier nur einige Maßnahmen, welche helfen sollten, mehr Gerechtigkeit für die Frauen herzustellen.

"Die Maßnahmen der Frauenförderung im Berufsleben umfassen dabei eine breite Palette von Möglichkeiten. Sie reichen von frauenspezifischen Maßnahmen im Rahmen des Nationalen Beschäftigungsplans (NAP) bis hin zur Frauenförderung im Bereich des öffentlichen Dienstes. Der weitere Ausbau der Kinderbetreuungseinrichtungen sowie die soziale Gestaltung von familien- und frauenspezifischen Fördermaßnahmen sollen das ihre dazu beitragen, daß Familie und Beruf sich nicht ausschließen, sondern eine echte Wahlfreiheit gegeben ist”, betont Auer.

Doch auch schlimme Schattenseiten der Gesellschaft bedürfen
unserer besonderen Aufmerksamkeit: Der Kampf gegen Gewalt in der Gesellschaft und ganz besonders in der Familie. "Die Gewalt in
der Familie hat viele Gesichter besonders trifft sie allerdings Frauen und Kinder. Nicht nur der verstärkte Schutz der Opfer, sondern auch die Verschärfung der Strafen, wie sie von den Sozialdemokraten in Bund und Ländern in den vergangenen Jahren betrieben wurden, sind positive Fortschritte. Besonders hervorzuheben ist dabei die Verbesserung der psychologischen Betreuung der Opfer, die Einrichtung von Gewalt-Hotlines für Betroffene und auch die Anstrengungen zur Hebung der
Sensibilität der Öffentlichkeit und der Gesellschaft durch
diverse Initiativen der Bundesregierung”, so die NÖ-Landesfrauenvorsitzende Helene Auer abschließend.
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