Forum Biotechnologie bedauert Prammer-Entscheidung

Forschungsstandort Österreich nimmt weiter an Bedeutung ab

Wien (OTS) - Das Forum Biotechnologie, ein Zusammenschluß der Österreich-Töchter internationaler Unternehmen am Sektor Biotechnologie, bedauert die Entscheidung von Bundesministerin Barbara Prammer, den Bt-Mais Mon 810 der Firma Monsanto zu verbieten. Mon-810 habe alle Zulassungverfahren bestanden und verfüge über die EU-Zulassung, wobei auch Österreich eingebunden war. Die Entscheidung der Ministerin sei ein Alleingang Österreichs, der offensichtlich auf Druck der Umweltgruppen zustandegekommen sei und als ein weiteres Zeichen gewertet werden könne, daß sich Österreich prinzipiell zukunftsweisenden Technologien verschließe. Der Industrie- und Forschungsstandor Österreich sei durch dieses Agieren in einer der wenigen zukunftsträchtigen Branchen erneut gefährdet.

Bei den Studien der Cornell Universität, sei darüber hinaus nicht Mon 810 untersucht worden. Des weiteren handelt es sich dabei um einen Laborversuch, der nicht stellvertretend für das Verhalten in der freien Natur gesehen werden könne. Weltweit habe es noch keine Freilandversuch gegeben. Die derzeit am Weltmarkt vertretenen Bt-Mais-Produkte von Monsanto seien sicher, bestätigten Vertreter des Unternehmens.

Während der Druck von Umweltgruppen in Österreich bereits die Freisetzung zu Forschungszwecken auf wenigen Quadratmetern vereitle, sei der Anbau, die Verarbeitung und der Konsum von gentechnisch verändertem Mais in USA, Kanada und Australien bereits eine Selbstverständlichkeit.

Bt-Mais weltweit erfolgreiches Produkt

So stieg die Fläche der mit gentechnisch veränderten Pflanzen kommerziell bebauten Äcker weltweit von 1997 auf 1998 um das 2,5-fache, also auf rund 28 Hektar. Nahezu 25 dieser Fläche, rund 7 Millionen Hektar, wurde 1998 mit insektenresistentem Bt-Mais bepflanzt, der geerntet und zu kommmerziell verarbeiteten Nahrungsmittelprodukten verarbeitet wurde. Der Bt-Mais gilt bei Landwirten als äußerst erfolgreiches Produkt, da er ermöglicht auf Insektizide, die Nutzinsekten ebenso radikal töten wie Schädlinge, weitgehend zu verzichten. Allein diese Zahlen untermauern die Tatsache, daß Bt-Mais durch die Reduktion von Insektiziden positive Auswirkungen auf die Umwelt habe. Dieser erhebliche ökologische Vorteil stehe in keinem Verhältnis zu der bis dato wissenschaftlich nicht stichhaltigen Argumentation, daß etwaige Risken für spezielle Insekten auf den Konsum von Bt-Mais durch Menschen übertragbar wäre.

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