Unternehmerenquete: Mehr Unternehmer braucht das Land

Mitterlehner für Aufbrechen der "Kultur des Bewahrens"

Wien (OTS) - Kritik an den Banken übte gestern abend Frau
Professor Marlene Kück im Rahmen der von Wirtschaftsbund und Erste Bank veranstalteten Enquete "Zukunft Unternehmen - Unternehmer der Zukunft". Statt sich an Sicherheiten zu klammern, sollten sie größeren Wert auf das Konzept des potentiellen Unternehmensgründers legen, statt Fremdkapital zu forcieren, wäre es zielführender Spareinlagen in Beteiligungskapital zu transformieren. Ihr Fazit:
Kreditinstitute sollen sich aus der Gründungsfinanzierung zurückziehen und Investmentbanken den Platz überlassen. Beteiligungen reduzieren nicht nur die Krisenanfälligkeit, sondern tragen für Wirtschaftsbund-Generalsekretär Reinhold Mitterlehner auch dazu bei, "daß die Öffentlichkeit der Selbständigkeit positiver gegenüber steht". ****

Um als Unternehmer in Zukunft erfolgreich zu sein, bedarf es vor allem persönlicher Eigenschaften wie Initiative, Durchsetzungsfähigkeit, psychische Belastbarkeit und Risikofreude. Diese sind zwar nicht erlernbar, können aber im Rahmen der Ausbildung gefördert werden. Für den Abgeordneten zum Nationalrat, Alfred Gusenbauer wird Unternehmertum in Österreich gerade auf den Universitäten noch zu wenig vermittelt. "Es ist sicher kein Zufall, daß nur sechs Prozent der Akademiker in der gewerblichen Wirtschaft hingegen 40 Prozent im öffentlichen Dienst arbeiten", so Mitterlehner. Abhilfe kann hier die rasche Umsetzung des Lehrstuhls für Entrepreneurship aber auch - zu einem früheren Zeitpunkt - die Einführung eines Freigegenstandes Unternehmensgründung in der Schule schaffen.

Neben einer stärkeren Eigenkapitalfinanzierung und einer verbesserten Ausbildung ist aber auch eine Veränderung der Mentalität notwendig. In Österreich herrscht laut Mitterlehner in unterschiedlichsten Bereichen immer noch eine "Kultur des Bewahrens". Diese gilt es aufzubrechen, indem etwa Kreativität und Innovation wieder mehr Platz eingeräumt wird. Nicht umsonst sind die USA als "Mutterland des Entrepreneurship" gerade in den Zukunftsbranchen -von Biotechnologie bis Neue Medien - stark vertreten. Krisen bis hin zum möglichen Scheitern werden dort auch als Teil der Selbständigkeit akzeptiert und nicht als gesellschaftlicher Makel geächtet. Erfolgreiches Unternehmertum ist daher in den Worten von Frau Professor Kück nichts anderes als die "Aneinanderreihung erfolgreich bewältigter Krisen".

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