LR Bauer: Weltweite Spitzenmedizin – in Niederösterreich zu Hause

"Tele-Hämatologie” - erstmals in Europa

St. Pölten, 28.5.1999 - Die Hämatologie-Spezialisten aus dem
Labor des Krankenhauses Wr. Neustadt bieten ihr Know-how mittels modernster Technologie überregional an. Die Tele-Medizin hält
nun auch im Laborbereich Einzug. Das Zentrallabor des
Krankenhauses Wiener Neustadt ist das erste Labor in Europa, daß diese neue Technologie routinemäßig einsetzt. Erkrankungen des Blutes - wie z.B.: Leukämie, Lymphome, etc. - sind meist alleine durch die Interpretation von gefärbten Blutausstrichen
erkennbar. Aber speziell atypische und seltene Krankheitsbilder bereiten auch gut ausgebildetem Laborpersonal häufig Probleme. Bisher war es in solchen Fällen notwendig, diese fraglichen Blutausstriche mittels Eilkurier oder Rettungstransport an ein spezialisiertes Labor zu verschicken. Dies war und ist immer mit langen Transportzeiten und hohen Kosten verbunden.****

Nun gibt es eine neue Methode - und die funktioniert so:

1. In einem befreundeten Krankenhaus herrscht Unklarheit bei der Befundung eines Blutausstrichs. Mit einer am Mikroskop angeschlossenen hochauflösenden Spezialkamera wird der Ausstrich eingescannt.
2. Das eingescannte Bild wird von einer eigenen Software im PC weiterverarbeitet.
3. Via Internet wird dieses Bild an das Zentrallabor des Krankenhauses Wiener Neustadt geschickt.
4. Im Zentrallabor in Wiener Neustadt wird das erhaltene Bild
des Ausstriches begutachtet, diskutiert und interpretiert. Falls erforderlich kann jederzeit sofort mit der einsendenden Stelle Rücksprache gehalten werden.
5. Der fertige Befund wird umgehend von Wiener Neustadt an die zuweisende Stelle übermittelt. Das besprochene System
funktioniert - z.B.: für Demonstrations- oder Schulungszwecke -natürlich auch in die umgekehrte Richtung. Das Zentrallabor des Schwerpunktkrankenhauses Wr. Neustadt hat sich bereits seit
vielen Jahren als "Hämatologie-Kompetenzzentrum” etabliert. Mehr als 80.000 Blutbilder mit mehr als 500.000 Einzelbestimmungen
pro Jahr sprechen für die Routine in der hämatologischen Diagnostik. Das Zentrallabor des Krankenhaus Wr. Neustadt veranstaltet als einzige Abteilung in ganz Niederösterreich seit 1995 regelmäßig Hämatologie-Kurse für Ärzte und medizinisch-technische Dienste. Aufgrund der hohen gebotenen Qualität dieser Kurse, erfolgte auch die Anerkennung für das offizielle Diplomfortbildungsprogramm der Ärztekammer.

"Im Gesundheitswesen gibt es eine wesentliche
Internationalisierung der Medizintechnik. Neue Kommunikationstechnologien und der politische Wille zur
Beseitigung von Grenzbarrieren im Gesundheitswesen und in der Zusammenarbeit in der Medizintechnik haben den Aktionsradius des Gesundheitswesens entscheidend erweitert. Strategiefähigkeit, Innovations- und Forschungsintensität und hohe technologische Kompetenz in weiten Bereichen des Gesundheitswesens - und in mit diesem zusammenarbeitende Unternehmen, Schulen und Forschungseinrichtungen - sind dazu unabdingbare
Voraussetzungen. In Niederösterreich arbeiten wir derzeit daran, bestehende Strukturdefizite zu korrigieren und neue Innovationen
und damit Chancen zu erschließen”, stellt Gesundheitslandesrat Dr. Hannes Bauer heute im Rahmen der Pressekonferenz zur Hämatologie/Tele-Medizin fest.

Dieser heute vorgestellte Innovationsschritt ist ein klares
Zeichen für die medizinisch/technische Kompetenz niederösterreichischer Mediziner, Wissenschaftler und Techniker. Diese wertvollen personellen Ressourcen gilt es vermehrt zu
nutzen und dadurch auch auf internationaler Ebene eine
entsprechend hohe Positionierung zu erlangen. Die Politik unterstützt selbstverständlich diese Arbeit und setzt selbst entsprechende Schritte, hier Marktmöglichkeiten wahrzunehmen und Entwicklungen fortzuführen. "Dabei soll selbstverständlich auch die Vernetzung mit den Spitälern und den gesundheitspolitischen Einrichtungen vorangetrieben werden, wie wir es heute z.B. im Zentrallabor des Krankenhauses Wr. Neustadt in einem wichtigen Teilbereich präsentieren können. Ein weiterer wichtiger Aspekt sind bestehende Kooperationen mit Universitäten, die fortgesetzt und intensiviert werden sollen. Auch verschiedene Fachhochschul-Studiengänge und die Regionalen Innovationszentren können hier miteinbezogen werden, um eine optimale Struktur zu schaffen", so Bauer abschließend.
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