PPV-Industrie: Gedämpfte Erwartungen für 1999

Produktionswert stieg 1998 um 2,2 Prozent Fachverband senkt Grundumlage um 10 Prozent

pwk - 1998 hat die Papier und Pappe verarbeitende Industrie einen Netto Produktionswert von 17,1 Mrd S (1,23 Mrd ?) erzielt. Somit konnte das Vorjahresergebnis um 2,2% übertroffen werden. Die Produktionsmenge wuchs um 2,5% und lag bei 803.000 Tonnen. Dies meldet der zuständige Fachverband PPV in seinem Jahresbericht 1998. ****

Die gute Auftragslage und Auslastung des 1. Halbjahres 1998 hat sich im 2. Halbjahr nicht fortgesetzt. Nach den großen Erwartungen des 1. Halbjahres ist die PPV-Industrie zu den mäßigen Wachstumsraten um die 2% zurückgekehrt. Die Belebung der Branchenkonjunktur war von kurzer Dauer.

Ursachen waren direkte, vor allem aber indirekte Auswirkungen der Rußland- und Asienkrise, die in dieser Deutlichkeit von der europäischen Wirtschaft nicht erwartet wurden. Da die Konjunktur in der ersten Jahreshälfte 1998 vom Export getragen war - der Inlandsmarkt hatte trotz leichtem Anstieg des Konsums stagniert -waren die Ausfälle von Lieferungen an die westeuropäischen Rußlandexporteure besonders spürbar.

Die Exporte von Erzeugnissen der PPV-Industrie erreichten 9,4 Mrd S ( 682,76 Mio ?) und lagen 1998 um 0,1% unter dem Wert des Vorjahres. Dabei lagen die Ostexporte, trotz der Rückgänge im 2. Halbjahr, noch bei +10,4%. Diese Erfolge wurden jedoch kompensiert durch einen Rückgang der Lieferungen in den EU-Markt um 7,3%. 45% der Exporte gehen in die EU, bereits 35% in die Ostländer. Die Exportquote für Erzeugnisse der PPV-Industrie liegt bei 55%.

Die Importe von PPV-Erzeugnissen sind um 3,2% auf 7,0 Mrd S (505,98 Mio ?) zurückgegangen, aus dem EU-Bereich jedoch um 5,2%. Zugenommen haben die Lieferungen aus den Ostländern (+16,7%).

Der Verpackungssektor lag mit einem Wertzuwachs von 3,5% zwar über dem PPV Durchschnitt, zeigt aber in sich unterschiedliche Entwicklungen. Wellpappe Industrie und Faltschachtelindustrie konnte den Produktionswert um 5% steigern. Wenig günstig verlief das Jahr 1998 für die Flexible Verpackung, die mit einem Zuwachs von 1,5% deutlich unter dem Branchenschnitt lag. Während die Sektoren Büro-und Organisationsmittel und die Sonstigen Papierwaren gegenüber 1998 leichte Rückgänge zu verzeichnen hatten, gab es in der Buchbinderischen Produktion eine gute Auslastung und positive Entwicklung.

Die Zahl der Beschäftigten sank gegenüber dem Vorjahr um 0,7% auf 8.485 Mitarbeiter.

Für 1999 sind die Erwartungen der Branchen der PPV-Industrie wenig erfreulich. Der Verpackungssektor wird als Zulieferindustrie von der Entwicklung der nationalen und internationalen Kundenmärkte abhängen. Für die stark exportorientierten Verpackungshersteller sind die Erwartungen angesichts der laufend zurückgenommenen Konjunkturprognosen eher gedämpft. Die österreichische PPV-Industrie wird sich in einem verstärkten europäischen Wettbewerb der Standorte zu behaupten haben, heißt es im Fachverband.

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Mag. Rudolf Bergolth

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