Umstellung auf Euro ist voll im Gange

Der Euro ist Chefsache - WKÖ-Belangsendung am 1.6.1999 um 5:52 Uhr auf Ö1

Wien (PWK) - Seit dem 1. Jänner gilt der Euro. Der Schilling ist nur mehr eine Unterteilung der neuen Europawährung. Ab 1. Jänner 2002 wird es ihn nicht mehr geben. Für den Konsumenten kein technisches Problem. Hier wird man einfach in den ersten Wochen umrechnen, wie heute schon in jedem Auslandsurlaub. Solange bis man sich eben an den neuen Wert gewöhnt hat. Da hat der Unternehmer schon andere Probleme, die er in der Übergangszeit lösen muß. ****

Der Vizepräsident der Wirtschaftskammer Österreich, Dr. Rene Alfons Haiden, berichtet: "Die Umstellung auf die neue Währung, auf den Euro, im Rahmen der Wirtschafts- und Währungsunion besteht ja nicht nur in der Umstellung des Rechnungswesens, sondern einer totalen Neuordnung des gesamten betrieblichen Ablaufes. Das heißt, der Unternehmer muß sich ja neben dem Rechnungswesen, neben seiner EDV, vor allem mit seinen Lieferanten, seinen Kunden, rechtzeitig auseinandersetzen, damit er dann bei der Einführung effektiv auch als Bargeld mit 1. Jänner 2002 voll eurofit sein wird".

Und die Umstellung in der Wirtschaft ist tatsächlich bereits jetzt mitten im Gang. Mister Euro, Rene Alfons Haiden, weiß es:

"Wir haben in der Wirtschaftskammer festgestellt, daß ein erheblicher Teil der Unternehmer - etwa 46 Prozent haben uns geantwortet - schon im Jahr 1999 umgestellt haben oder umstellen werden. Und 49 Prozent mit 1. Jänner 2002".

Die Banken, die Großbetriebe der Industrie mit ihren Exportverbindungen, aber auch ihre kleineren Zulieferer sind mitten in der Umstellung ihres Rechnungswesens oder haben sie schon hinter sich. Als letzte werden natürlich die Kleinbetriebe des Gewerbes und des Fremdenverkehrs umstellen, die nur regional arbeiten. Die Wirtschaftskammer unterstützt ihre Mitglieder.

Haiden: "Wir haben in Österreich heute nur ein paar Zahlen zu sagen: Wir haben 133 Euro-Beauftragte. Wir haben im vergangenen Jahr fast 500 Veranstaltungen durchgeführt. Wir haben mit der Euroinitiative der Bundesregierung letztes Jahr am Euro-Bus, und derzeit an der Aktion Euro-Mobil, teilgenommen und wir haben ein Eurohandbuch "Leitfaden" herausgebracht. Also wenn wir alles einmal zusammenzählen aus statistischen Gründen, haben wir 30 Millionen Seiten in A4 beschrieben".

Wer die Umstellung verpaßt, hat nicht nur den wirtschaftlichen Schaden, sondern wird auch an Image verlieren. Und damit gerät er gegenüber seiner Konkurrenz ins Hintertrefffen. Der Euro ist Chefsache für jeden Unternehmer.

Haiden: "Denn wer zu spät umstellt, den bestraft der Markt". (Schluß) pt

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