Schwerpunkt Frauengesundheit in zwei Wiener Flüchtlingsheimen

Internationaler Frauengesundheitstag am 28. Mai

Wien, (OTS) "Wien widmet den internationalen Frauengesundheitstag am 28. Mai der Gesundheit von Flüchtlingsfrauen", erklärte Wiens Gesundheitsstadtrat Dr. Sepp Rieder am Freitag. "Deshalb wird – über das bisher schon hohe Betreuungsniveau für Frauen hinaus – am 28. Mai ein besonderer Frauengesundheitsschwerpunkt in zwei Wiener Flüchtlingsunterkünften gesetzt werden." Besondere Brisanz erhalte die Aktion durch einen Bericht der Vereinten Nationen über systematische Vergewaltigungen von Flüchtlingsfrauen im Kosovo, betonte Rieder.

Auf Initiative der Wiener Frauengesundheitsbeauftragten Prof. Dr. Beate Wimmer-Puchinger und mit Unterstützung der Wiener Landessanitätsdirektorin Dr. Elisabeth Kremeier und der Bereichsleiterin für Integrationsangelegenheiten Obersenatsrätin Dr. Elisabeth Mezuliank werden heute, am 28. Mai, zusätzlich zur üblichen Betreuung spezielle Betreuungsschwerpunkte für Flüchtlingsfrauen in den Unterkünften Triester Straße 199 und Charlotte Bühler-Heim (in der Ignaz Semmelweis-Frauenklinik) gesetzt.

In Kooperation mit dem Wiener Frauengesundheitsbüro werden Psychologinnen der beiden Wiener Frauengesundheitszentren, F.E.M.
in der Semmelweisklinik und F.E.M.-Süd im Kaiser Franz Josef-Spital, gemeinsam mit Gynäkologinnen, Kinderschwestern, Kinderärztinnen und Familientherapeutinnen diese beiden Unterkünfte aufsuchen. Unterstützt wird die Aktion auch vom Bundesverband österreichischer PsychologInnen (BÖP).

Frauen, die aus dem Kosovo fliehen mußten, sind besonderen psychischen und physischen Belastungen ausgesetzt. Viele sind
schwer traumatisiert von den Kriegsgeschehnissen, von Vergewaltigungen, Mißhandlungen und seelischer Folter. Einige von ihnen sind schwanger oder haben auf der Flucht ihr Kind geboren
bzw. verloren. Der Großteil der Flüchtlingsfrauen leidet unter massiven Erschöpfungszuständen.

Dieser Aktionstag steht nur am Anfang einer kontinuierlichen und breiten Betreuung von Flüchtlingsfrauen durch die Teams des beiden Wiener Frauengesundheitszentren, die sich auch weiterhin
für eine frauengerechte psychosoziale und medizinische Versorgung der weiblichen Flüchtlingen während ihres Aufenthaltes in Wien einsetzen werden. (Schluß) nk/

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