Auch LKW-FahrerInnen wollen am Wochenende bei ihren Familien sein

Am freien Wochenende darf nicht gerüttelt werden

Wien (ÖGB). Die psychischen und physischen Belastungen der BerufskraftfahrerInnen sind durch ihre große Verantwortung, das ihnen anvertraute Gut sicher und rasch ans Ziel zu bringen, durch enormen Zeitdruck, überlastete Straßen, Baustellen und Verkehrsinfarkte immens hoch, sodass auch sie ein Recht darauf haben, das Wochenende bei ihren Familien zu verbringen. Die von
der Frächterlobby geforderte Verkürzung der Wochenendruhe wird daher strikt abgelehnt.++++

Eine Aufweichung des LKW-Wochenendfahrverbotes durch die Transportunternehmen wird vom Fachausschuss der Berufskraftfahrer strikt abgelehnt. "Würde dem Wunsch der Frächter, die das Samstag-Fahrverbot aufheben wollen, nachgegeben, so würde das bedeuten, dass der Fahrer so eingeteilt werden könnte, dass er erst am Sonntag früh nach Hause kommt und am selben Tag um 22.00 Uhr
wieder weiterfahren muss. Diesen Frächter-Forderungen werden wir nicht zustimmen", sagt der Vorsitzende des Fachausschuss der Berufskraftfahrer, Eduard Giffinger.

Das freie Wochenende für BerufskraftfahrerInnen muss unbedingt aufrecht erhalten bleiben. LKW-LenkerInnen haben wie viele andere Berufsgruppen auch, ein Recht, ihr Wochenende bei den Familien zu verbringen. Gleichzeitig verlangt der Fachausschuss, dass die Kontrollen der Lenkzeiten auf der Straße durch die Exekutive verstärkt werden.

Mit einer "Demonstration der anderen Art" wollen die BerufskraftfahrerInnen bei ihrem Familientag auf dem ARBÖ-Trainingsgelände, Wien 1220, Berhardineralle1, am 12. Juni 1999 (11.00 bis 17.00 Uhr) zeigen, wie viel ihnen ein freies Wochenende wert ist. Um auch Verständnis für ihre Anliegen auf europäischer Ebene zu erhalten, wurde zu diesem Familientag auch EU
Abgeordneten Harald Ettl eingeladen. (ew).

ÖGB, 27. Mai 1999 Nr. 239

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