FPÖ-Hetzinserate: Wird Rassismus in Österreich salonfähig? Nach Partik-Pablé zeigt sich nun Kabas in der Rassenlehre kundig

LIF Pöschl: "Herr Kabas, Sie sind eine Schande für die Stadt Wien!"

Wien (OTS) "Die Trittbrettfahrer des Boulevardrassimus treten nun ungeniert und unbehelligt auf", mit diesen scharfen Worten verurteilte heute LAbg. Hanno Pöschl stellvertretend für den gesamten Wiener Landtagsklub die verhetzende Inseratenkampagne der FPÖ ("Machtlos gegen 1000 Nigerianer"). "Es entsetzt mich, daß in Österreich ein Meinungsklima herrscht, in dem derartige rassistische Aussagen, die zu einer regelrechten Menschenhatz aufrufen, möglich sind. Vor wenigen Jahren sind noch Hunderttausende auf die Straße gegangen, um sich dem Rassismus entgegenzustellen - heute scheint dieser Rassismus in weiten Teilen der Politik und in manchen Teilen der Presse salonfähig geworden zu sein", so der liberale Abgeordnete.

Die Regierungsparteien haben sich durch ihr Verhalten für die Entstehung dieses Meinungsklimas mitverantwortlich gemacht. "Die FPÖ hat den strammen Kurs in der Asyl- und Ausländerpolitik vorgegeben, die SPÖ hat diesen Kurs exekutiert und die ÖVP hat ihn stillschweigend unterstützt. Die Forderungen des Ausländervolksbegehrens sind zur traurigen Realität in Österreich geworden", so Pöschl.

Schon vor zwei Wochen, konnte man meinen den unüberbietbaren Höhepunkt der FPÖ-Hetzkampagne in den Aussagen Partik-Pablés gefunden zu haben, die ungeniert vor dem Rednerpult im Parlament über die "aggressive Natur" von Schwarzafrikanern philosophierte.

"Da hat Kabas wohl seine Führer-Rolle als Scharfmacher der FPÖ ernsthaft gefährdet gesehen und ist in die Rassismusoffensive gegangen", so der Liberale Abgeordnete zur darauf folgenden Inseratenkampagne der Wiener FPÖ. In ganzseitigen Inseraten wird eine ganze Ethnie aufgrund äußerer Erkennungsmerkmale zum Feind und zur Zielscheibe gemacht. Pöschl: "Diese Gewissenlosigkeit der FPÖ darf nicht ignoriert werden. Ein derartiger Zustand der österreichischen Gesellschaft kann einem nicht länger egal sein, man muß sich gegen ihn wehren. Zivilcourage ist nun gefragt".

"Wir Liberale schämen uns mit ihnen in einem Rathaus zu sitzen und Sie als "Kollegen" akzeptieren zu müssen. Sie sind eine Schande für die Stadt Wien, handeln Sie endlich Herr Kabas und treten Sie zurück!", so Pöschl stellvertretend für die anderen Klubmitglieder.

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