Greenpeace gratuliert Prammer für zweites Gen- Importverbot

Wien (OTS) - EU-weites Freisetzungsmoratorium muß nun folgen Wien
- Greenpeace begrüßte die heutige Ankündigung von Verbraucherschutz-Ministerin Barbara Prammer für Gentech-Mais von Monsanto ein nationales Import- und Anbauverbot zu verhängen. Die Entscheidung sei ein "konsequenter Schritt zum Schutz der Konsumenten und der Umwelt", meinte Greenpeace und forderte Umweltminister Martin Bartenstein auf, sich beim nächsten EU- Umweltministerrat für ein EU-weites Gentech-Moratorium stark zu machen.

"Ministerin Prammer hat damit prompt auf die neuen wissenschaftlichen Erkenntnisse über die Gefährlichkeit von Genmais reagiert. Da die EU- Kommission offenbar unfähig ist, umfassende Risikoabschätzungen über die Gefährlichkeit von Genpflanzen durchzuführen und diese scheinbar bedenkenlos für den Anbau in Europa zuläßt, sind die einzelnen Mitgliedsstaaten gefordert, nationale Maßnahmen wie Importverbote zu treffen. Wir begrüßen daher die konsequente Haltung von Ministerin Prammer und fordern die anderen EU- Mitgliedsstaaten auf, dem österreichischen Beispiel rasch zu folgen", erklärte Greenpeace Gentechnik-Expertin Susanne Fromwald.

Österreich wird nach der Ankündigung Prammers nun auch für den zweiten in der EU seit Herbst 1998 zugelassenen Bt-Genmais (von Monsanto) ein nationales Importverbot erlassen. Bereits im Februar 1997 hatte Österreich ein Importverbot für Gentech-Mais (von Novartis) verhängt. Trotz wiederholter Versuche, Österreich zu einer Rücknahme dieser Maßnahme zu veranlassen, ist es der EU-Kommission bisher nicht gelungen, sich gegen Österreich durchzusetzen. Mittlerweile haben auch Luxemburg (wie Österreich gegen Novartis-Mais), Frankreich (gegen Gentech-Raps von PGS und AgrEvo) und Griechenland (gegen Gentech-Raps von AgrEvo) Import- und Anbauverbote beschlossen.

Darüberhinaus forderte Greenpeace Minister Bartenstein auf, sich beim nächsten EU- Umweltministerrat in Luxemburg im Juni für ein EU-weites Freisetzungsmoratorium für Genpflanzen einzusetzen. Der griechische Umweltminister Costas Laliodis hat eine diesbezügliche Initiative gestartet und auch Österreich um politische Unterstützung gebeten. Eine Antwort aus Österreich steht jedoch bis heute aus. "Die bestehenden Freisetzungs-Zulassungen beruhen auf völlig mangelhaften Risikoabschätzungen durch die EU und müssen daher sofort zurückgezogen werden. Bevor die Überarbeitung der EU-Freisetzungsrichtlinie nicht abgeschlossen ist, darf es zu keinen neuen Zulassungen von Gentech- Pflanzen in Europa kommen", forderte Fromwald.

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