Keusch: Geschützte Werkstätte für Amstetten - Sozialer Impuls für das Mostviertel

Expositur der Geschützten Werkstätte St. Pölten in Amstetten soll Behinderten mehr Chancen auf einen Arbeitsplatz geben

St. Pölten, (SPI) - "Menschen mit besonderen Bedürfnissen, mit geistigen oder körperlichen Handicaps oder ganz einfach Personen, die im normalen Alltagsleben besonderer Hilfe oder Aufmerksamkeit bedürfen, haben es schwer, einen entsprechenden Arbeitsplatz zu bekommen. Viele Initiativen und damit auch engagierte Unternehmer helfen dabei, vermehrt Chancen zu eröffnen - in vielen Regionen gibt es aber noch Lücken und es besteht ein großer Bedarf an behindertengerechten Arbeitsplätzen", stellt SP-Landtagsabgeordneter Eduard Keusch heute fest. Für das Mostviertel, konkret die Bezirke Amstetten, Scheibbs, Melk und Waidhofen/Ybbs, setzen sozialdemokratische Abgeordnete nun eine besondere Initiative. "Im Rahmen einer Studie wurde ein Bedarf von rund 250 Behindertenarbeitsplätzen für diese Bezirke erhoben, wobei in diesem Zusammenhang von einer weit höheren Dunkelziffer - viele Behinderte haben bereits resigniert und scheinen damit in der offiziellen Statistik für Arbeitplatzsuchende nicht mehr auf - ausgegangen werden muß", so die Amstettner Abgeordneten Nationalrat KR Günther Kiermaier und Labg. Eduard Keusch.****

Nun soll es im Bezirk Amstetten zur Schaffung einer "Geschützten Werkstätte", ähnlich wie jener in St. Pölten, kommen. Bei einem Besuch der Einrichtung in der Landeshauptstadt am vergangenen Freitag, den 21. Mai, stießen der Amstettner Nationalrat KR Günther Kiermaier, Labg. Eduard Keusch sowie der Ersteller der Studie, Mag. Gerd Böhm, auf großes Entgegenkommen. Die Verantwortlichen der Geschützten Werkstätte erklärten sich bereit, die Bemühungen der Amstettner Mandatare zur Verwirklichung einer ähnlichen Einrichtung in Amstetten tatkräftigst zu unterstützen. "Wir fassen dabei eine Art "Expositur" in engster Kooperation mit der Geschützten Werkstätte St. Pölten ins Auge, auf deren in Jahren gesammeltes Know-how wir aufbauen möchten. Dabei kommt es uns sehr entgegen, daß die St. Pöltner bereits seit längerer Zeit eine "Expansion" in den Westen Niederösterreichs - vor allem im Bereich der Textil- und Metallbearbeitung - planen", freuen sich die Abg. Kiermaier und Keusch über die ersten positiven Gespräche.

Nach dem Abschluß der aktuellen Ausbauphase der St. Pöltner (Neubau des Betriebsgebäudes) möchte man gemeinsam mit der Geschützten Werkstätte St. Pölten ans Werk gehen und "Nägel mit Köpfen" machen. Die Geschützte Werkstätte (Integrativer Betrieb) in St. Pölten erhält derzeit ein neues Werk, daß im Jahr 2000 fertig sein soll. In der Geschützten Werkstätte sind derzeit 240 behinderte Menschen beschäftigt. "Die Geschützte Werkstätte Amstetten soll in kleinen Schritten beginnen und in späterer Folge durchaus weiterwachsen. Wir sehen dieses Projekt als besonders wichtiges sozialpolitisches Anliegen des Mostviertels sowie als wichtige Ergänzung zu den bestehenden Beschäftigungsprojekten an und werden uns umfassend bemühen, daß es zu einer raschen Realisierung kommt. Betreffend der Finanzierung sehen wir vor allem Chancen für Förderungen im Rahmen des Nationalen Beschäftigungsplanes der Bundesregierung, der sich ja besonders Problemgruppen auf dem Arbeitsmarkt, also auch Behinderten, annimmt. Weiters bauen wir selbverständlich auch auf die Solidarität des Landes NÖ und der Gemeinden des Mostviertels", so die Abg. Kiermaier und Keusch.
(Schluß) fa

*** OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER

VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS ***

Rückfragen & Kontakt:

Tel: 02742/200/2794

Landtagsklub der SPÖ NÖ

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NSN/SPI