Prammer verbietet Anbau von gentechnisch verändertem Bt-Mais!

Schädliche Auswirkungen auf Nutzinsekten nicht auszuschließen

Wien (OTS) - Konsumentenschutzministerin Barbara Prammer verbietet den Anbau einer gentechnisch veränderten Maissorte (Bt-Mais MON-810 der Firma Monsanto) in Österreich. Diese Entscheidung ist notwendig geworden, weil in letzter Zeit mehrere wissenschaftliche Studien Hinweise darauf ergeben haben, daß Bt-Mais Nutzinsekten wie etwa Schmetterlinge schädigen kann. Prammer hat die EU-Kommission aufgefordert, umgehend weitere wissenschaftliche Studien zu diesem Thema durchzuführen.

Zuletzt haben Studien der amerikanischen Cornell-Universität toxische Wirkungen eines Bt-Maises auf Schmetterlingsraupen nachgewiesen. Auf EU-Ebene hat dies zu einem Stopp des Zulassungsverfahrens für einen neuen Bt-Mais geführt. Auch mehrere Forschungsarbeiten der Schweizer Forschungsanstalt für Agrarökologie und eine Studie des österreichischen Instituts für Forstentomologie der Universität für Bodenkultur deuten auf eine unspezifisch toxische Wirkung von Bt-Mais hin. Diese schädlichen Effekte könnten mehrere Insektengruppen, nicht aber höhere Tiere oder den Menschen betreffen.

Diese Befunde machen nun zum Schutz der Umwelt ein österreichisches Anbauverbot für den einzigen bereits zugelassenen Bt-Mais nötig. Zuletzt haben auch mehrere andere EU-Mitgliedsstaaten wie etwa Frankreich oder Großbritannien den Anbau oder das Inverkehrbringen von Bt-Mais verhindert. "Das österreichische Anbauverbot wird so lange gelten, bis nachgewiesen werden kann, daß von den gentechnisch veränderten Maispflanzen nur Maisschädlinge bekämpft werden", so Prammer.

Österreich hat sich bereits bei der Erarbeitung der neuen Freisetzungsrichtlinie intensiv dafür eingesetzt, daß künftig auch die langfristigen Wirkungen bereits zugelassener Gentech-Produkte auf Gesundheit und Umwelt überwacht werden.

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