Absicherung für freiwillige HelferInnen dringend notwendig

Sallmutter bekräftigt Forderung nach Arbeitsschutz für KatastrophenhelferInnen

Wien (GPA/ÖGB). Anlässlich der noch immer kritischen Hochwassersituation in Österreich erinnert der Vorsitzende der Gewerkschaft der Privatangestellten (GPA), Hans Sallmutter, an die völlig unzureichende arbeitsrechtliche Absicherung der KatastrophenhelferInnen. "Gerade jetzt, wo Hunderte Freiwillige im Rahmen von Rettungs-, Hilfs- und Aufräumungsarbeiten de facto ihre Freizeit in den Dienst der Gemeinnützigkeit stellen und für die Dauer der jeweiligen Einsätze auf ihren Entgeltanspruch verzichten müssen, wäre es dringend an der Zeit, entsprechende Maßnahmen zu setzen. Wenn Andreas Khol in diesen Tagen seine Idee vom
Bürgergeld präsentiert, so wäre es angebracht, endlich im Interesse der freiwilligen HelferInnen tätig zu werden und nicht auf den Köpfen von Langzeitarbeitslosen ‘Bürgerkleingeld’ zu wechseln, um an den Stammtischen Beifall einzukassieren", so Sallmutter an die Adresse des ÖVP-Klubobmannes.++++

Bereits seit einigen Jahren fordert die GPA die Beseitigung der Schlechterstellung von freiwilligen HelferInnen gegenüber Opfern von Katastrophen und eine umfassende arbeitsrechtliche Absicherung dieser Personen. GPA-Vorsitzender Sallmutter zeigt auf, dass ArbeitnehmerInnen, die etwa auf Grund der Unpassierbarkeit ihres Arbeitsweges verspätet in ihren Firmen eintreffen, vollen Entgeltanspruch für die Zeit ihres Fernbleibens haben, während der Feuerwehrmann, der mit der Errichtung von Hochwassersperren beschäftigt ist, für diesen Zeitraum jeglichen Anspruch verliert.

Damit die Einbeziehung der freiwilligen HelferInnen in den Arbeitsschutz nicht zu erhöhten Lohnnebenkosten für die Dienstgeber führt, schlägt die GPA vor, die Dienstgeber im Gegenzug über die Kommunalsteuer zu entlasten, denn vor allem profitieren die Gemeinden vom Engagement der Angehörigen freiwilliger Rettungsorganisationen.

ÖGB, 27. Mai 1999 Nr. 236

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