Die ÖBB fahren ab - auf Hochspannung mit High Tech

Die neue Zentrale Leitstelle in Innsbruck als hochmoderner Meilenstein der ÖBB-Bahnstromversorgung

Wien (öbb) Das gesamte Bahnstromnetz der ÖBB wird von Innsbruck aus gesteuert. Die Zentrale Leitstelle versorgt nun schon seit 1997 das Bahnnetz mit der erforderlichen elektrischen Energie. Optimal und energiesparend wird der Einsatz der Stromerzeugungsanlagen koordinert. Wo früher Schaltbefehle telefonisch durchgegeben wurden, läuft nun alles über Computer.****

Organisation, Technik und Verläßlichkeit

So wie der Strom nicht aus der Steckdose kommt, stammt der ÖBB-Bahnstrom nicht aus der Fahrleitung. Dahinter steckt eine komplexe Struktur, die seit der Inbetriebnahme der Zentralen Leitstelle in Innsbruck (ZLI) am 27.11.1997 voll auf Höhe der Zeit ist.

Die nach den Vorgaben der ÖBB konzipierte Anlage stammt von der Firma Landis & Gyr und macht Steuerung und Überwachung des Hochspannungsnetzes der ÖBB gleichsam aus einer Hand möglich. Der neueste Stand der Technik erfüllt exakt die Anforderungen moderner Bahnstromversorgung:
€ exakte Netz- und Energiebezugsregelung
€ On-Line-Optimierung für den Einsatz der angeschlossenen Wasserkraftwerke und Umformerwerke
€ zyklisch aktualisierte Verbrauchsprognose zur besseren Anpassung an den schwankenden Bahnstromverbrauch
€ automatisierte Energieabrechnung
€ Datenaufbereitung für Fahrplanerstellung, Speicherbewirtschaftung und Zuflußbeurteilung
€ Fernsteuerung der gesamten 110/55-kV-Bahnstromübertragungsnetzes € stufenweise Fernsteuerung aller Maschinensätze in den bahneigenen Kraft- und Umformerwerken
€ automatische Überwachung des Bahnstromleitungsübertragungsnetzes

Personal und Leistung

Wegen der ständig steigenden Anforderungen kümmern sich im ZLI Innsbruck jetzt zwei Personen um den täglichen Ablauf. Der "Lastverteiler Energie" gewährleistet, daß der aktueller Energiebedarf
abgedeckt ist. Derzeit steuert er vier der sieben bahneigenen ÖBB-eigenen Wasserkraftwerke und zwei der fünf Umformerwerke. Bei Störfällen werden von hier aus entsprechende Maßnahmen gesetzt. Auf dem liberalisierten Strommarkt ist es auch zunehmend sein Job, auf den Spotmärkten kurzfristig und eigenständig günstig Strom einzukaufen. Der "Lastverteiler Netz" überwacht u.a. den Netzbetrieb und steuert zur Zeit rund 50% der Umspannwerke (bis Jahresende 90%). Leistungsabschaltungen für Wartungen und Service fallen ebenso in seinen Bereich.

Strom around the clock

Im 24-Stundenbetrieb sorgen hochqualifiziertes Personal und High-Tech für jede Menge Spannung im Stromnetz der ÖBB. Mit dem ZLI Innsbruck sind die ÖBB auch für das Neue Europa gerüstet: Bereits jetzt ist man mit dem Netz der DBB verbunden. Möglich machen das grenzenlos gute Technik und Personal.

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