Keine Zustimmung der WK zur geplanten Genehmigung von Mega- Baumarkt und Airport-Center-Erweiterung

Zusammenballung an Handelsfläche schon groß genug!

SALZBURG (HKS). Ihre Ablehnung der am 31. 5. geplanten nachträglichen aufsichtsbehördlichen Genehmigung des Mega-Baumarktes und der Erweiterung des Airport-Centers bekräftigte
die Wirtschaftskammer Salzburg in ihrer jüngsten Stellungnahme. Ebenso fordert die WK Salzburg die Landesregierung auf, sicherzustellen, daß im Mega-Baumarkt in Wals-Siezenheim in Hinkunft rechtskonform vorgegangen wird.
Die Wirtschaftskammer hatte bekanntlich die Möglichkeit der Stellungnahme bei der neuerlichen Teilabänderung des Flächenwidmungsplanes der Gemeinde Wals-Siezenheim verlangt. Diese Möglichkeit wurde vom neuen Raumordnungsressortchef Dr. Arno Gasteiger eingeräumt. Damit ist sichergestellt, daß die Stimme der Wirtschaft in dieser Angelegenheit gehört werden muß.
Die WK Salzburg rückt dabei von ihren früheren Einwänden keinesfalls ab. Auch die politisch vereinbarte "Verkleinerung" des Baumarktes auf 12.000 m2 und die Widmung einer Fläche von 10.000 m2 für ein Möbelhaus (Fa. Schwaighofer) ändern nichts an den grundsätzlichen schwerwiegenden Bedenken, die die
Wirtschaftskammer gegen ein weiteres Anwachsen der Handelsfläche
im Großraum Salzburg hegt.
Die negativen Auswirkungen auf Handels- und Gewerbestruktur sind laut Stellungnahme der WK Salzburg nach wie vor gegeben. "Es wäre eine wesentliche Verschlechterung für die Handelsstruktur, nicht nur in der Landeshauptstadt, sondern in einem weiten
Einzugsgebiet, das zumindest den Flach- und den Tennengau umfaßt,

würden die vorliegenden Teilabänderungen aufsichtsbehördlich bewilligt", wird in der Stellungnahme der Schluß gezogen. Eine Zusammenballung an Handelsfläche, die unter Einbeziehung des Europarks und des "Möbeldorfs Eugendorf" fast ein Drittel des gesamten Einzelhandelsumsatzes des Bundeslandes für sich beansprucht, sei für die gesamte Wirtschaftsstruktur schädlich. "Diese Agglomerationstendenzen weiter zu stärken, sieht die Wirtschaftskammer als raumordnungspolitisch grundsätzlich falsche Entscheidung", heißt es in der Stellungnahme. Aus diesen Gründen spricht sich die WK Salzburg vehement gegen die aufsichtsbehördliche Genehmigung für Mega-Baumarkt bzw. Airportcenter-Erweiterung aus.
Zu der von der Schömer-Unternehmensgruppe veranlaßten Schließung des Baumarktes zwecks Umbau auf 12.000 m2 stellt die WK Salzburg fest, daß der Betreiber nach vielen Anzeigen und Exekutionsmaßnahmen der Gerichte sich nunmehr äußerst spät, aber doch bequemt habe, Recht und Ordnung zu entsprechen. Die
Bemühungen des WIWE-Schutzverbandes, vor allem die verhängten Geldstrafen und die offensichtlich im Raum stehende Verhängung der Beugehaft haben Wirkung gezeigt.

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