Eco Plus-Jahrestagung Europäische Erweiterung

Pröll und Gabmann zur Perspektive Niederösterreichs

St.Pölten (NLK) - Die Jahrestagung der Eco Plus heute in St. Pölten stand unter dem Motto "Europäische Erweiterung. Mitteleuropa gestalten - Mutig in die neue Zeiten", wobei u.a. Dr. Elisabeth Slavkoff, Direktorin der GD XVI.B der Europäischen Kommission die "EU-Regionalpolitik 2000 - 2006 am Vorabend der Europäischen Erweiterung" skizzierte.

Landeshauptmann Dr. Erwin Pröll merkte in seinem Referat "Niederösterreich - mit dem Euro Fit Programm auf dem Weg zum mitteleuropäischen Kernland" an, wer heute gegen die friedenspolitische Notwendigkeit der EU-Erweiterung sei, führe den Integrationsprozeß in die Sackgasse und riskiere möglicherweise eine Situation ähnlich jener in Jugoslawien. Bei einer klaren Arbeitsteilung zwischen der sich auch institutionell weiterentwickelnden Zentrale Brüssel, der Erlangung eines konstruktiven Niveaus seitens der beitrittswilligen Länder und den Niederösterreich eigenen Aufgaben berge der große historische Schritt der Erweiterung für das Land enorme Perspektiven in sich.

Das NÖ Fitnessprogramm als regionalpolitisch strategische Überlegung für den Sprung nach vorn werde dazu beitragen, so Pröll weiter, daß kein Schilling in Brüssel liegenbleibe, der in Niederösterreich Zinsen bringe. Wenn dieses Programm in Zusammenarbeit mit der Bundesregierung und der EU als wichtige Begleiter auf dem Weg vom Grenz- zum Kernland optimal umgesetzt werde, werde sich die Standortgunst noch weiter verbessern und das Land stark genug werden, um zum Zeitpunkt der Erweiterung alle Chancen in der Hand zu haben. Mit dem Optimismus, dem Ideenreichtum und der Tatkraft seiner Menschen müsse Niederösterreich keine Angst vor internationalem Wettbewerb haben. Wer sich davor fürchte, habe schon verloren, schloß der Landeshauptmann.

Wirtschaftslandesrat Ernest Gabmann verwies in seinem Statement "Die Europäische Erweiterung - komplexe Herausforderungen benötigen komplexe Antworten" darauf, daß die EU-Erweiterung neben Chancen in der Wirtschaft durch neue Märkte und kultureller Bereicherung teilweise auch Belastungen vor allem für die Grenzregionen bringen werde. Aufgabe der Politik sei es dabei, einerseits die Chancen und Vorteile der Bevölkerung und der heimischen Wirtschaft zu vermehren und andererseits für einen möglichst gerechten Ausgleich der Vor- und Nachteile zu sorgen. Ansinnen des NÖ Fitnessprogrammes sei es, die Anliegen des Grenzlandes zu unterstützen und die internationale Ost-und Westkompetenz weiter auszubauen.

Der EU-Erweiterungsprozeß, so Gabmann weiter, sei kein "Nullsummen-Spiel", in dem die Reformstaaten gewinnen und insbesondere die EU-Anrainerstaaten verlieren, sondern eine "WIN -WIN Situation" mit Profit an Entwicklungschancen für alle. Die Landesgesellschaft Eco Plus als Niederöstereichs regionale Entwicklungsagentur spiele in Zusammenarbeit mit Partnern wie Kammern, Verwaltungsabteilungen, Regionalmanagern und anderen Landesgesellschaften dabei eine wichtige Rolle. Bei diesem intensiven Networking komme Niederösterreich unter den österreichischen Bundesländern eine führende Rolle zu, so der Wirtschaftslandesrat.

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