Eröffnung des 49. Österreichischen Städtetages in Innsbruck (2)

Rede von Bundespräsident Dr. Thomas Klestil SPERRFRIST 16 UHR -.-.-.-.-.-.-.-.-

Wien, (OTS) Im Rahmen seiner Rede vor dem 49. Städtetag in Innsbruck ging Bundespräsident Dr. Thomas Klestil u.a. auch auf
die Aufgaben der Städte in der Zukunft ein. Klestil erinnerte daran, daß er beim 44. Städtetag, der damals ganz im Zeichen des knapp bevorstehenden Referendums über Österreichs Beitritt zur Europäischen Union stand, dazu aufgerufen habe, europäisch zu denken, wenn man den Interessen der Städte nachhaltig dienen
wolle. Die überwiegende Mehrheit der Europäer wohnt in Städten, und von den Städten würden auch die maßgebliche Impulse für die Gestaltung der Zukunft ausgehen. "Von den Städten muß daher auch eine kraftvolle Friedenspolitik ihren Ausgang nehmen, wobei - in unserem wohlverstandenen eigenen Interesse - auch jene Teile unserers Kontinents erfaßt werden müssen, die heute noch nicht Mitglied der Europäischen Union sind", betonte Klestil.

Der Bundespräsident gab seiner Freude darüber Ausdruck, daß es mittlerweile gerade auf kommunaler Ebene unter den europäischen Städten zu einem dichten Geflecht der Zusammenarbeit und der Freundschaft gekommen sei. "Es ist für mich jedes mal ein ermutigendes Zeichen, wenn neben einer Ortstafel bei der Einfahrt
in eine österreichische Stadt auf die jeweiligen Partnerstädte hingewiesen wird; immer öfter finden sich darunter auch solche aus den neuen Demokratien. Und ich begrüße es auch besonders, wenn viele Bürgermeister aus Österreich persönliche Kontakte mit ihren Kollegen in anderen Städten Europas knüpfen". Die Bürgermeister, so der Bundespräsident, stehen in der vordersten Linie bei der Gestaltung einer lebensnahen und konkreten Politik. Sie seien es, die am unmittelbarsten die Sorgen der Menschen kennen, und die wissen, wie am besten die Entfremdung zwischen Politik und Bürger überwunden werden könne. Der Österreichische Städtebund sei in diesem Zusammenhang eine Verstärker-Plattform, die es auch für die Zukunft zu nützen gelte, hob Klestil hervor.

"Für diesen vielseitigen Einsatz möchte ich Ihnen ein ‘Dankeschön’ sagen und jedem von Ihnen Kraft und Geduld für das berufliche und politische Engagement wünschen. Seien Sie versichert, daß ich als Bundespräsident immer auch ein Anwalt der Probleme der Stadtgemeinden bin und sein werde", erklärte Klestil und wünschte dem 49. Österreichischen Städtetag bei seinen Beratungen viel Erfolg. (Forts.mgl.) js/vo

*** OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER

VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS ***

Rückfragen & Kontakt:

Johannes Schlögl
Tel.: 4000/81 081
e-mail: SLO@m53.magwien.gv.at

PID-Rathauskorrespondenz: www.magwien.gv.at/vtx/vtx-rk-xlink/

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NRK/NRK