Produktionsstart der Mercedes-Benz M-Klasse in Graz

Neue Fahrzeugfertigung zum 100. Geburtstag der Steyr-Daimler-Puch Fahrzeugtechnik

Graz (OTS) - Die Steyr-Daimler-Puch Fahrzeugtechnik (SFT) in Graz feiert 1999 ihr 100jähriges Bestehen. Für das 1899 vom altösterreichischen Industriepionier Johann Puch gegründete Unternehmen ist der 26. Mai 1999 einer der großen Höhepunkte des Jubiläumsjahres: Der an diesem Tag stattfindende offizielle Produktionsstart der Mercedes-Benz M-Klasse unterstreicht einmal mehr die anerkannte Stellung des Grazer Unternehmens als kompetenter Kooperationspartner der internationalen Automobilindustrie.

Mit der Mercedes-Benz M-Klasse wird am Standort Graz bereits das dritte Fahrzeug mit dem berühmten Mercedes-Stern und das fünfte Fahrzeug für DaimlerChrysler gefertigt - Mercedes/Puch G, Mercedes E 4MATIC, Mercedes M und Jeep Grand Cherokee bei Steyr-Daimler-Puch Fahrzeugtechnik sowie der Chrysler Voyager im gemeinsamen Eurostar-Automobilwerk. Einen größeren Vertrauensbeweis kann sich die SFT als Produktionspartner wohl nicht wünschen.

Der M-Klasse-Auftrag ist sowohl in Bezug auf den Fahrzeugtyp als auch in Bezug auf die Stückzahl für die SFT geradezu maßgeschneidert:
Das Grazer Unternehmen hat eine jahrzehntelange Erfahrung in der Entwicklung und Produktion von Allrad- und Geländefahrzeugen und ist in der Fahrzeugfertigung spezialisiert auf kleine und mittlere Stückzahlen.

Wenn rasches Erfüllen dringender Marktanforderungen eine wichtige Form von Flexibilität ist, dann ist der M-Klasse-Auftrag ein weiterer Beweis für die Flexibilität der SFT: Nur elf Monate nach den ersten Gesprächen über die Möglichkeiten einer M-Klasse-Produktion in Graz rollte das erste Serienfahrzeug vom Band - in dieser kurzen Zeit hätte diese Produktion vermutlich nirgendwo anders auf der Welt auf die Beine gestellt werden können. Für die SFT ist es eine besondere logistische und fertigungstechnische Herausforderung, das erste Werk mit unmittelbaren Auswirkungen der Fusion von DaimlerChrysler auf die Fahrzeugproduktion zu sein: In Graz werden erstmals ein Fahrzeug der Marke Mercedes und ein Fahrzeug der Chrysler-Marke Jeep trotz völlig unterschiedlicher technischer Konzeption unter sinnvoller Nutzung vorhandener Synergien, aber unter strikter Wahrung der jeweiligen Markenidentität unter einem Dach und zum Teil auf denselben Anlagen gefertigt.

Für die Vergabe der M-Klasse-Produktion an die Steyr-Daimler-Puch Fahrzeugtechnik waren u.a. folgende Entscheidungskriterien ausschlaggebend:

*Mehr als 25 Jahre erfolgreicher Zusammenarbeit in Entwicklung und Produktion mit Daimler-Benz.

*Mehr als 10 Jahre erfolgreicher Zusammenarbeit in Entwicklung und Produktion mit Chrysler.

*Daher auch langjährige Erfahrung mit den unterschiedlichen Produktions- und Logistiksystemen sowohl für Mercedes-Benz- als auch für Chrysler-Fahrzeuge; beide Systeme sind mit dem PPS (Produktions-und Planungsteuerungssystem) der SFT kompatibel.

*Flexible Auslegung der drei Kerntechnologien Lackierung,
Rohbau und Montage; ohne diese von SFT vorausschauend eingeplante hohe Flexibilität hätte das Projekt in der eingehaltenen kurzen Zeit nicht realisiert werden können.

*Gute Ausbildung und langjährige Erfahrung der SFT-Mitarbeiter/innen in der Fahrzeugfertigung.

*Große Erfahrung mit Produktionsprozessen von hoher Komplexität.

Die offizielle Vertragsunterzeichnung für den M-Klasse-Produktionsauftrag erfolgte am 30. Oktober 1998. Die wichtigsten Vertragsinhalte:

*Vertragsdauer: Drei Jahre mit Option bis Ende 2004. *Gesamtstückzahl über die Vertragslaufzeit: 75.000 Fahrzeuge

600 neue Arbeitsplätze

Die Fertigung der Mercedes-Benz M-Klasse bedeutete für die SFT die Schaffung von ca. 600 zusätzlichen Arbeitsplätzen. Damit stieg die Gesamtanzahl der Mitarbeiter/innen im Bereich der M-Klasse- und Grand Cherokee-Produktion auf rund 1.600 und im gesamten SFT-Werk auf rund 5.200. Für die Einrichtung der M-Klasse-Produktion bzw. die erforderliche Adaption der bestehenden Grand Cherokee-Anlagen in Rohbau und Montage wurde ca. 355 Millionen Schilling (50 Mio DEM, 25,8 Mio EUR) aufgewendet. Nicht berücksichtigt sind darin die Kosten für die im November 1998 in Betrieb genommene neue Lackieranlage, deren Errichtung eine Gesamtinvestition von 1,1 Milliarden Schilling (156 Mio DEM, 80 Mio EUR) erforderte.

Der Gesamtumsatz der SFT über die Vertragslaufzeit beläuft sich auf ca. zwei Milliarden Schilling (284 Mio DEM, 145 Mio EUR).

(Siehe auch APA/OTS-BILD www.ots.apa.at/file-service/4055.htm)

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