LIF-Bolena: Offener Brief an die Ärztekammer

Informationskampagne betreffend medizinischem Einsatz von Cannabinoiden

Wien (OTS) Anläßlich der bislang rechtlich unklaren Frage, ob synthetische Cannabisprodukte, die hervorragende schmerzlindernde, entkrampfende und appetitsteigernde Wirkung haben, in Österreich zum Einsatz gelangen dürfen, forderte heute die Wiener Liberale Gesundheitssprecherin, Mag. Alexandra Bolena, die Ärztekammer zu einer Informationskampagne auf. Anlaß dafür ist ein Schreiben des Bundesministeriums für Arbeit, Gesundheit und Soziales, in dem die Legalität des Einsatzes bestätigt wird. Hier der Brief im Wortlaut:

Sehr geehrte Damen und Herren der Ärztekammer!

In der letzten "Help"-Sendung vom 19.Mai 1999 gab es einen Beitrag "Cannabis als Medizin". In diesem Beitrag wurde offensichtlich, daß es hinsichtlich der Zulassung von zwei Arzneispezialitäten, die synthetische Cannabinoide beinhalten, massive Unklarheiten gibt. So kamen Patienten und Angehörige zu Wort, denen es trotz intensiver Bemühungen nicht gelungen ist, eines dieser Produkte, nämlich Marinol, zu erhalten und so "gezwungen" waren, auf dem illegalen Markt natürliche Cannabisprodukte zu erwerben, um Schmerzlinderung zu erfahren bzw. zu ermöglichen. Auch Ärzte kritisierten, daß man noch vor einigen Monaten im Gesundheitsministerium hinsichtlich des Einsatzes von Marinol ablehnende Auskünfte erhielt - so wurde mitgeteilt, daß ein Einsatz nicht möglich sei, obwohl mittlerweile ein Schreiben vorliegt, welches das Gegenteil besagt. Offensichtlich ist die herrschende Rechtslage eine so unklare, daß eine breite Informationskampagne dahingehend, daß der Einsatz von Marinol oder anderen synthetischen Cannabinoiden rechtlich möglich, (obwohl keines dieser Mittel zur Zeit als Arzneimittelspezialität zugelassen ist und die suchtmittelrechtlichen Bestimmungen zu bedenken sind), wünschenswert und sinnvoll wäre.

Ich bitte Sie daher im Namen vieler betroffener Patienten, eine solche Informationskampagne zu initiieren und hoffe auf eine baldige Reaktion Ihrerseits

Mit freundlichen Grüßen
Mag. Alexandra Bolena

(Schluß)

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