DRIEMER: Maler-Bundesinnung seit Wochen auf Tauchstation

Arbeitgeberverbände verweigern jede Gesprächsbereitschaft und Lohnverhandlungen - GBH startet morgen Informationskampagne

Wien (GBH/ÖGB). Die Arbeitgeberverbände des Maler-, Lackierer- und Schilderherstellergewerbes verweigern wieder einmal für die 20.000 ArbeitnehmerInnen einen kollektivvertraglichen Mindestlohn und
jede Gesprächsbereitschaft. Der Bundesvorsitzende der Gewerkschaft Bau-Holz und ÖGB-Vizepräsident, Johann Driemer, ist über dieses der Fairness widersprechende Verhalten und mögliche Entwicklungen besorgt: "Die Bundesinnung der Maler-, Lackierer- und Schilderhersteller ist seit Wochen auf Tauchstation gegangen und verhindert damit Lohnverhandlungen. Dieser vertragslose Zustand
ist für unsere KollegInnen in den Betrieben unzumutbar und muss beendet werden. Wir werden in einer ersten Phase die
Öffentlichkeit in Österreich auf diese Ungerechtigkeit aufmerksam machen, denn Ungerechtigkeit braucht eben Öffentlichkeit. Schon
die vorjährigen Protestaktionen fanden grossen Zuspruch bei den Passanten und Konsumenten. Die Passanten zeigten sich bestürzt darüber, dass es für die 20.000 ArbeitnehmerInnen in diesem Gewerbe keinen Kollektivvertrag im Bereich der Löhne gibt und die Arbeitgeber einen kollektivvertraglichen Mindestlohn und jede Gesprächsbereitschaft verweigern."++++

Farblose Arbeitgeberverbände müssen Farbe bekennen

Für die 20.000 ArbeitnehmerInnen des Maler-, Lackierer- und Schilderherstellergewerbes gibt es seit 1. Mai 1999 keinen neuen Kollektivvertrag im Bereich der Löhne. Am 31. März 1999 wurde der Gewerkschaft Bau-Holz (GBH) mitgeteilt, dass die Maler und
Lackierer separat verhandeln. Die Gewerkschaft Bau-Holz hat den Arbeitgebern zeitgrecht zehn Verhandlungstermine für den Mai 1999 angeboten. Im Fax vom 17. Mai 1999 der GBH an die Bundesinnung der Maler-, Lackierer und Schilderhersteller hat die GBH nochmals
einen Verhandlungstermin noch für den Mai 1999 mit einer Fristsetzung bis zum Dienstag den 25. Mai 1999 urgiert. Da bis
dahin keine Antwort und Reaktion erfolgte, werden die Arbeitgeber
in der Öffentlichkeit wieder "FARBE BEKENNEN" müssen. "Was man von diesem "Partner" halten kann, braucht nicht zusätzlich kommentiert werden," betonte Driemer.

Ungerechtigkeit braucht Öffentlichkeit

Um die Probleme der rund 20.000 ArbeitnehmerInnen im Maler-, Lackierer- und Schilderherstellergewerbe in der Öffentlichkeit bewusst zu machen, hat sich die GBH entschlossen eine PR-Aktion zu starten. Unter dem Motto: "Farbe bekennen: Auch Maler & Lackierer haben ein Recht auf Einkommen zum Auskommen" ruft die Gewerkschaft Bau-Holz zu österreichweiten Aktionstagen auf, um die Bevölkerung, die Konsumenten und die öffentlichen Auftraggeber über diesen Missstand zu informieren und zu sensibilisieren. Die Aktionen starten in der ersten Phase morgen, Donnerstag, 27. Mai, in Wien
und finden am Freitag, 28. Mai, die Fortsetzung in Linz.

Bitte merken Sie vor:

DONNERSTAG, 27. Mai 1999:
Wien: 14.30 bis 18.00 Uhr in den U-Bahnstationen Donauzentrum, Landstrasse-Wien Mitte und Reumannplatz

FREITAG, 28. Mai 1999:
Linz: 08.00 bis 10.00 Uhr, Hauptplatz

Die Vertreter von Presse, Hörfunk und Fernsehen sind recht
herzlich zu dieser österreichweiten Informationskampagne
eingeladen und können sich vorort informieren. (Bac-)

ÖGB, 26. Mai 1999 Nr. 234

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