Abluftreinigungsanlage der Fa. Glanzstoff in St.Pölten

Offizielle Inbetriebnahme mit LH Pröll am 28. Mai

St.Pölten (NLK) - Unter dem Motto "Erstmals seit 95 Jahren riecht St.Pölten wieder nach St.Pölten" nimmt die Glanzstoff Austria GmbH am Freitag, 28. Mai, um 11.30 Uhr auf ihrem Betriebsareal in St.Pölten in Anwesenheit von Landeshauptmann Dr. Erwin Pröll die offizielle Inbetriebnahme ihrer hochmodernen Abluftreinigungsanlage vor. Der eigentliche Start der in zehn Monaten errichteten Anlage datiert mit Dezember 1998, der kontinuierliche Betrieb der auch "Entstinkungsanlage" genannten Abluftreinigung wurde mit Ende April 1999 aufgenommen.

Im Gründungsjahr des Unternehmens 1904 lösten die künstlich hergestellten Fasern der Vereinigten Glanzstoff Fabriken AG weltweit eine Revolution auf dem Textilmarkt aus. Seither wird die St.Pöltner Luftqualität bei bestimmten Wetterlagen vom übelriechenden Schwefelwasserstoff mitbestimmt. Bei der Übernahme des Unternehmens durch den Industriellen Dr. Cornelius Grupp im Jahr 1994 versprach der neue Eigentümer, sich dieses Problems anzunehmen. Heute, fünf Jahre später, legt nun die neue Glanzstoff Austria die Grundlage für mehr Lebensqualität in der Landeshauptstadt.

Die gesamten Investitionskosten für Planung sowie Errichtung von Anlage und Abluftsammelsystem betragen für die erste Stufe 68 Millionen Schilling, für die zweite rund 30 und für die dritte rund 70 Millionen Schilling. 30 Prozent der gesamten umweltrelevanten Investitionskosten werden über die Österreichische Kommunalkredit (ÖKK) vom Bundesministerium für Umwelt, Jugend und Familie bzw. vom Land Niederösterreich gefördert. Für die erste Stufe der Abluftreinigung (Starkgasreinigung, Anteile der Schwachgasreinigung sowie Schwefelsäurerückgewinnung) hat die NÖ Landesregierung einen Betrag von maximal 3,74 Millionen Schilling zur Verfügung gestellt.

Die Anlage ist für 30.000 m3/h mit einer durchschnittlichen Beladung von insgesamt 4 g/m3 Schwefelwasserstoff (H2S) und Schwefelkohlenstoff (CS2) ausgelegt. Dabei entsteht Schwefelsäure, die in der Produktion als Rohstoff wieder eingesetzt wird. Die solcherart behandelte Abluft weist einen Reinigungsgrad von mehr als 99 Prozent auf. Die Reduktion des übelriechenden Schwefelwasserstoffes in dieser Ausbaustufe beträgt 70 Prozent der Gesamtemission.

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