BMAGS: Neue Qualitätsmaßstäbe im österreichischen Gesundheitswesen-

Internationale Indikatorenvergleiche helfen Spitälern und nützen Patienten

Wien, 26. Mai 1999 (BMAGS).- "Quality Indicator Project" nennt
sich ein wissenschaftliches Modell, das erstmals einen weltweiten Vergleich der Qualität von Krankenanstalten ermöglicht. Im Rahmen eines vom Gesundheitsministerium veranstalteten Symposiums diskutieren Experten heute in Wien erste Erfahrungen mit dem
Einsatz des Qualitätsmanagement-Systems an Österreichs Spitälern. Derzeit nehmen sechs heimische Krankenhäuser am internationalen Qualitätsvergleich teil. Die internationalen Vergleiche helfen den Spitälern, ihren bereits heute hohen Qualitätsstandard im Sinne einer optimalen Patientenversorgung weiter zu steigern. In den weltweiten Qualitätsvergleich sind 1400 Spitäler eingebunden.****

Das "Quality Indicator Project" (QIP) der Maryland Hospital Association wurde 1986 für Spitäler in Maryland (USA) entwickelt. Anhand speziell ausgearbeiteter Indikatoren wird den teilnehmenden Krankenanstalten ein umfassender nationaler wie auch
internationaler Vergleich von Versorgungsprozessen im Sinne des Benchmarking ermöglicht.

Bisher war es nur in Einzelfällen möglich,
ergebnisorientierte, medizinische Indikatoren international zu vergleichen. Das vorgestellte QIP arbeitet hingegen weltweit mit einheitlicher Methodik. Die Beschreibung der auf wissenschaftlichen Erkenntnissen beruhenden Indikatoren und die zu erfassenden Daten sind für alle Spitäler gleich. Das Projekt arbeitet dabei nicht nur mit medizinisch orientierten Indikatoren (z.B. Komplikationen, Antibiotikaprophylaxe etc.), sondern bezieht auch Organisations-
und Koordinationsprozesse wie z.B. ungeplante Wiederaufnahmen in
die Analysen mit ein.

Die aggregierten Daten werden vierteljährlich erfasst und anonymisiert weitergeleitet. Die Rückmeldung erfolgt ebenfalls vierteljährlich. Damit können die Spitäler anhand der vorliegenden Vergleichsdaten rasch mit Verbesserungen in jenen Bereichen beginnen, die sich aus den Analysen ableiten lassen.

BMAGS fördert Qualitätssicherung

Damit österreichische Krankenanstalten am Gesamtprojekt
teilnehmen können, wurde eine unabhängige Koordinationsstelle seitens des Bundesministeriums für Arbeit, Gesundheit und Soziales eingerichtet. Damit unterstützt und fördert das Ministerium diese internationalen Spitalsvergleiche. Für Österreich ergibt sich durch die Beteiligung an diesem internationalen Forum zudem die Chance, gleichzeitig auch die Basis für nationale Spitalsvergleiche aufzubauen.

Sechs österreichische Spitäler (KH St. Vinzenz in Zams, KH der Barmherzigen Schwestern in Ried, Linz und Wien, KH d. Stadt Wien Rudolfstiftung und AKH Linz) nehmen derzeit am QIP teil. Im internationalen Vergleich nimmt unser Land durch die Teilnahme am QIP auf dem Sektor der Qualitätssicherung im Gesundheitswesen erneut eine federführende Stellung ein. Das von Gesundheitsministerin Lore Hostasch initiierte "Qualitätspaket" im Gesundheitsweisen wird damit konsequent ausgebaut.

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