Kongressbad: Neues Kinderbecken mit Europareife

Um 40. Mio entstand in Ottakring in Rekordzeit ein behindertenfreundlicher Badebereich für Kinder

Wien, (OTS) Bäderstadtrat Fritz Svihalek hat am Mittwoch gemeinsam mit der Bezirksvorsteherin für den 16. Bezirk, Frau Ernestine Graßberger und einem prominenten Stammgast des Kongressbades, Dr. Helga Häupl-Seitz, den neuerrichteten Kinderbereich in Ottakring eröffnet. Stadtrat Svihalek verwies auf die große Bedeutung, mit einer wohl durchdachten Infrastruktur den jungen Badebesuchern nahezu alle Wünsche zu erfüllen. Svihalek: " Mit der Fertigstellung dieses Kinderbereiches hat man auch im
Westen Wiens zum kinderfreundlichen Badevergnügen einen wesentlichen Beitrag geleistet." In diesem Zusammenhang erwähnte
er die Verdreifachung der Besucherzahlen im Angelibad, das durch
die Errichtung von kindergerechter Infrastruktur einen großen Zuspruch erfahren hat.

Planung und Bauausführung

Das Kinderbecken war nach der Badesaison 1997 so desolat,
dass auf Grund der geltenden Vorschriften ein Weiterbetrieb aus sicherheitstechnischer und bäderhygienischer Sicht nicht mehr vertretbar war. Bei der Planung des neuen Kinderbeckens wurde besonderes Augenmerk auf barrierefreies, behinderten- und generationengerechtes Bauen gelegt. Die Anlage sollte integrativ, für behinderte und nicht behinderte Menschen uneingeschränkt nutzbar sein. Das alte Becken musste inklusive des angrenzenden Betriebsgebäudes abgebrochen werden. Das Betriebsgebäude wurde komplett unterkellert und das Kinderbecken mit Kollektorgängen ausgestattet. Somit konnten zusätzliche Lager- und Technikräume geschaffen werden. Sämtliche Ver- und Entsorgungsleitungen wurden in den Kollektorgängen verlegt, womit künftige Wartungs- und Reparaturarbeiten möglichst einfach und kostengünstig durchzuführen sind. Bei der Neuerrichtung des denkmalgeschützten Betriebsgebäudes wurde, unter Mitwirkung des Bundesdenkmalamtes größtes Augenmerk darauf gelegt, dass das äußere Erscheinungsbild dem Altbestand entspricht. Neben den technischen Einrichtungen
wurde das Betriebsgebäude mit behindertengerechten WC- und Duschanlagen und einem kleinen Imbissverkaufsraum ausgestattet..

Technische Daten des Kinderbeckens:

o Größte Länge: 24,00 m
o Größte Breite: 18,00 m
o Wassertiefe: max. 0,80 m
o Flachwasserbereich: 0,00 bis 0,65 m
o Wasserfläche: 365 m2
o Beckeninhalt: 163 m3

Ausstattung des Edelstahlbeckens

o Strandbereich:

Eine Wassertiefe beginnend bei 0 cm ermöglicht als Rampe den Einstieg zur Wassergewöhnung für alle Kinder. Somit ist eine langsame Anpassung an die Tiefe und an die Wassertemperatur möglich. Für gehbehinderte Kinder ist der Einstieg mittels badewasserverträglicher Rollstühle und ein Transport zu den tieferen Bereichen möglich.

o Schwimmbereich:

Dieser Bereich ist gegenüber dem restlichen Becken etwas erhöht. Mit seiner größeren Wassertiefe ist er für erste Schwimmversuche besonders geeignet.

o Wellenbarren:

Der 5-wellige Gehbarren ist mit einem welligen Bodenblech in unterschiedlichen Prägungen ausgestattet. Dieser Teil des Beckens ist speziell für das Fühlen und Erleben verschiedener Strukturen vorgesehen. Durch die wellenförmige Ausführung wird der Gleichgewichtssinn der Benützer gefordert. Mit Hilfe des Wellenbarrens können auch gehbehinderte Kinder diese Station
sicher bewältigen. Der benachbarte Sitzbereich dient zur Erholung und Beobachtung der Beckenszene.

o Gehbarren:

Der bogenförmig angeordnete, stufenlos höhenverstellbare Gehbarren soll gehbehinderten Kindern ein selbständiges Badeerlebnis ermöglichen, wie auch als Haltestange für gymnastische Übungen dienen.

Spaß im Wasser mit Karussell und Kreisel

Dieses ist mit behindertengerechten Sitzen ausgestattet, und kann von behinderten und nicht behinderten Kindern benützt werden. Die Bewegung im Raum ist für alle Kinder eine wichtige Erfahrung zur Ausprägung ihrer Raum- und Lagewahrnehmung. Das Erfühlen des Wasserwiderstandes, wie auch die Koordination mit gleichaltrigen Mitbenützern soll die Integration zwischen behinderten und nicht behinderten Kindern fördern. Das erhöhte Kreiselbecken dient als zusätzlicher Anziehungspunkt. Durch geringe körperliche Anstrengung kann dieses über eine Verbindungsrutsche erklommen werden. Der mittig angebrachte Luftblubber ist eine weitere Attraktion für Kinder. Die Kreiselbewegung des Wassers lässt Kinder die unterschiedlichen Wasserwiderstände, entweder gegen
oder mit der Strömung, erleben. Das Verlassen des Kreisels über die kleine Verbindungsrutsche ist ein weiterer Spaßfaktor.

o Spritzclown:

Dieser belebt durch sein buntes Erscheinungsbild die Badelandschaft. Er verspritzt rundum Wasser mit sanften Strahlen. Durch Zuhalten verschiedener Düsen kann die Intensität des Wasserstrahles gesteuert werden.

o Riesenclown:

Der Clown soll als weithin sichtbares Symbol dieses Kinderbereiches dienen.

Wellnessverdächtig

In die Beckenwand wurde eine Sitzbank mit vier Massagedüsen integriert. Durch die Personensicherungsbügel mit leicht öffenbarer Verriegelungsmöglichkeit, ist dieser Bereich auch für körperlich schwerst behinderte Kinder nutzbar. Die Massagedüsen dienen der Muskelentspannung.

o Wasserkanonen:

Die Wasserkanonen ermöglichen Kindern mittels gezieltem Wasserstrahl mit anderen Kindern in Interaktion zu treten.
(Schluss) hl

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