Verstärkte Kontrolle hebt die Verkehrssicherheit

11 Verkehrstote zu Pfingsten - niedrigstes Ergebnis seit langem - aber unerfreuliche Unfallzwischenbilanz: Von Jänner bis Mai 1999 gab es vorläufig 336 Tote, im Vorjahr: 302 -Deshalb: Punkteführerschein erneut diskutieren.

Wien (OTS) - Am Pfingstwochenende kamen 11 Menschen auf Österreichs Straßen ums Leben. Um 4 Menschen weniger als im Vorjahr. Mit Ausnahme von 1996 (mit 5 Toten) ist dies das beste Ergebnis seit 1968. Auch die Verkehrsunfälle mit Personenschaden sind leicht zurückgegangen:
Es gab 503 Verkehrsunfälle, um 0,2% weniger als im Vorjahr.

Ein Grund für die positive Pfingstunfallbilanz könnte in der verstärkten Verkehrsüberwachung liegen.

Pfingstverkehr 1999: Mehr Geschwindigkeitsüberschreitungen - Die meisten Strafen wurden wegen Geschwindigkeitsüberschreitungen und Alkoholisierung verhängt: 32.947 mal wurden Fahrer mit "Bleifuß" angezeigt.

Das sind um 3,7% mehr als im Vorjahr. Neun tödliche Unfälle wurden durch nicht angepaßte Geschwindigkeit verursacht. Diese Zahlen belegen, daß Raser gebremst werden müssen. Ein probates Mittel dafür ist der international bewährte Punkteführerschein.

- aber weniger Alkoholanzeigen

Die 0,5 Promille Grenze zeigt ihre Wirkung: Trotz verstärkter Kontrolle und niedrigerem Limit, ist die Zahl der alkoholisierten Fahrer im Vergleich zum Vorjahr gesunken: 613 Fahrer (1998: 648) haben zu tief ins Glas geguckt, das ist das Ergebnis von insgesamt 2083 durchgeführten Alkotests (im Vorjahr: 1979).

Unfallzwischenbilanz ist Aufforderung, um Maßnahmen zu setzen: Vom 1. Jänner bis zum 24. Mai dieses Jahres gab es vorläufig 336 Verkehrstote, im Vergleichszeitraum des Vorjahres verunglückten 302 Menschen tödlich. Diese bedenkliche Zwischenbilanz ist eine Aufforderung, um Maßnahmen für mehr Verkehrssicherheit zu setzen. Deshalb wiederholt das KfV die Forderung vom Pfingstmontag: Den Punkteführerschein erneut, diesmal produktiv zu diskutieren und ein ausgewogenes Modell zu erarbeiten.

Unfallbilanz der Vorwoche:

Bei den 23 tödlichen Verkehrsunfällen der vergangenen Woche (einschließlich Pfingstmontag) verloren 25 Menschen ihr Leben (im Vorjahr 22): 11 PKW-Insassen (davon 8 Lenker), 6 Motorradfahrer, 2 Moped-Lenker, 2 Radfahrer und 4 Fußgänger.

Als vermutliche Hauptunfallsursachen dieser tödlichen Verkehrsunfälle mußten nicht angepaßte Fahrgeschwindigkeit (9), Vorrangverletzung (4), Unachtsamkeit (2), Herzversagen (1) und Fehlverhalten Fußgänger (1) festgestellt werden. Bei fünf Verkehrsunfällen konnte die Ursache bisher nicht ermittelt werden.

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