ÖLLINGER FORDERT MEHR URLAUB FÜR ELTERN MIT KINDERN UNTER 14 Grüne: Neuverteilung von Arbeit soll zu mehr Freizeit und mehr Arbeitsplätzen führen

"Zusätzliche Urlaubstage für Eltern sind angesichts der zusätzlichen Belastungen, diese auf sich nehmen, durchaus gerechtfertigt, daher fordern die Grünen bis zu fünf zusätzliche Urlaubstage für Eltern mit Kindern unter 14 Jahren", faßt Karl Öllinger, der Sozialsprecher der Grünen, ein Ergebnis eines Symposions der Grünen zur Arbeitszeitverkürzung zusammen. Eltern mit Kindern haben mehr zu organisieren als vergleichbare ArbeitnehmerInnen ohne Kinder: Eltern müssen etwa Elternsprechtage besuchen, die neu eingeführten schulautonomen Tage, die von Schule zu Schule variieren, erfordern zusätzliche Betreuungszeit von den Eltern, zu Schulbeginn müssen alle möglichen schulrelevanten Dinge, von Schultaschen über Hefte bis passende Bekleidung eingekauft werden und schließlich können Eltern etwa für einen Arztbesuch mit Kindern nicht auf Pflegeurlaub gehen, sondern sie müssen sich frei nehmen, nennt Öllinger Beispiele für zusätzliche Belastungen. "Zusätzlichen Urlaubstage für Eltern sind ein wichtiger Beitrag zu Verbesserung der Vereinbarkeit zwischen Familie und Beruf", ist Öllinger überzeugt.

Neben dieser spezischen, auf Eltern konzentrierten Maßnahme, fordern die Grünen einen massiven Abbau der geleisteten Überstunden, wodurch zusätzliche Arbeitsplätze geschaffen werden könnten. Weiters fordert Öllinger eine Arbeitszeitverkürzung bei vollem Lohnausgleich zumindest in den unteren Einkommensbereichen und eine Verlängerung des Mindesurlaubs auf 6 Wochen. Die zunehmende Arbeitsbelastung führe vermehrt zu gesundheitlichen Problemen und in der Folge zu mehr Erkrankungen bei den ArbeitnehmerInnen, daher sei auch aus gesundheitspolitischen und in der Folge ökonomischen Gründen eine Umdenken dringend notwendig. "Das Ziel dieser Maßnahmen ist die Neuverteilung von Arbeit. Neben einem Mehr an Beschäftigung soll es auch ein Mehr an freier Zeit geben", faßt Öllinger weitere Ergebnise des Symposions zusammen.

Österreich liegt bei der tatsächlichen Arbeitszeit im absoluten Spitzenfeld und hat eine der höchsten effektiven Arbeitszeiten, begründet Öllinger diese Forderungen. Die Zahl der Überstunden ist gestiegen und hat das gigantische Ausmaß von 400 Millionen Stunden erreicht, von denen 200 Millionen regelmäßig geleistet werden. "Die Arbeit in Österreich ist also ungleich verteilt. Auf der einen Seite sehen sich viele Arbeitnehmer mit einer steigenden Zahl von Überstunden konfrontiert und auf der anderen Seite stehen die Arbeitslosen, deren Arbeitszeit auf Null 'verkürzt' wurde. Dazwischen gibt es viele, die nur mehr stundenweise Beschäftigungen finden, und davon kaum leben können. Eine Neuverteilung der Arbeit ist daher dringend notwendig", schließt Öllinger.

*** OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER

VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS ***

Rückfragen & Kontakt:

Reinhard Pickl-Herk
Pressesprecher der Grünen im Parlament
Tel.: 0664/415 15 48

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | FMB/01