Flemming: Seniorenbetreuung in Heimen rechtsverbindlich absichern

Einzelne Mißstände drängen großartige Betreuungsarbeit oft in den Hintergrund

Wien (OTS) - Die großartige Arbeit, die in Österreichs
Senioren- und Pflegeheimen geleistet wird, muß durch allgemein gültige Qualitätsstandards auch für die Zukunft abgesichert werden. Einzelne Mißstände, die die Seniorenbetreuung in den Heimen immer wieder in Mißkredit bringen, sollten Anlaß genug sein, die rechtliche und soziale Position der Heimbewohner einheitlich zu festigen. Dafür sprach sich die Seniorenbeauftragte des Familienministeriums, EU-Abgeordnete Dr. Marilies Flemming, heute, Samstag, aus.

Zentrales Anliegen Flemmings ist es, die Würde und die Persönlichkeitsrechte des Menschen auch im Alter gewahrt zu
wissen. "Das gilt für die Unterbringung im Heim genauso wie für den Aufenthalt im Familienverband. Die Mindestversorgung alter Menschen muß gewährleistet sein, auch mit Unterstützung der öffentlichen Hand", betonte Flemming. Der freien Entscheidung, ob man zu Hause oder im Heim betreut werden möchte, stehen oft finanzielle Grenzen entgegen. Jeder habe das Recht, zu Hause
betreut zu werden, solange man das wünscht.

Ein österreichweit verbindlicher Rechtekatalog sollte nach Meinung Flemmings die Persönlichkeits- und Grundrechte alter Menschen wahren, unabhängig davon, wo und von wem sie betreut werden. Besonders wichtig seien Brief-, Post und
Fernmeldegeheimnis, seien geeignete Aufbewahrungsmöglichkeiten für Geld, Wertsachen, Dokumente und persönliche Gegenstände sowie das Recht auf Nachtruhe.

Was das Betreuungspersonal betrifft, unterstützt Flemming die Anliegen des Arbeitskreises "Alter, Recht und Gesellschaft", der
von der Bundesregierung im heurigen Internationalen Jahr des älteren Menschen eingesetzt wurde. So sollten die Ausbildung des Betreuungspersonals von den Bundesländern gegenseitig anerkannt, private Pflegepersonen sozial abgesichert und für
Hauskrankenpflege wie soziale Dienste verbindliche Verträge abgeschlossen werden. Kleinräumige Strukturen für die Nachbarschaftshilfe und Angehörigenberatung müßten ausgebaut werden, forderte Flemming.

(Schluß)

*** OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER

VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS ***

Rückfragen & Kontakt:

Jugend & Familie
Dr. Ingrid Nemec
Tel.: (01) 515 22 DW 5051

Bundesministerium für Umwelt

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | BMU/OTS