VAN DER BELLEN ERSCHÜTTERT ÜBER ZIB-AUFTRITT DES INNENMINISTERS

Grüne fordern Ausdehnung der Anklage auf Flugkapitän wegen unterlassener Hilfeleistung

(Wien, OTS) Eine Ausdehnung der Anklage auch auf den Kapitän und die Crew jenes Flugzeuges, in dem Marcus Omofuma abgeschoben wurde aufgrund von unterlassener Hilfeleistung, verlangt heute der Bundessprecher der Grünen, Prof. Alexander Van der Bellen, nach der Aussage der beiden Zeuginnen in der gestrigen "Zeit im Bild". "Der Kapitän und die Crew sind für die Sicherheit der Passagiere verantwortlich, sie haben aber tatenlos zugesehen, wie die Polizisten Omofuma ersticken ließen", begründet der Bundessprecher. Diese Ausdehnung sei auch deshalb notwendig, um allen Airlines vor Augen zu führen, welche Konsequenzen eine Abschiebung für sie haben kann. "Den Airlines soll damit deutlich gemacht werden, daß sie in Zukunft keine Abschiebungsflüge mehr vornehmen", so Van der Bellen.

Die gestrigen Aussagen der beiden Passagierinnen weisen darauf hin, daß Marcus Omofuma während des Fluges einer schweren Folter unterzogen wurde, ist Van der Bellen erschüttert über die Vorgangsweise der Beamten. "Genauso erschüttert bin ich aber, daß Innenminister Schlögl die schweren Vorwürfe in der 'Zeit im Bild 2' ohne auch nur mit der Wimper zu zucken gelassen hingenommen und an sich hat abprallen lassen. Ein Wort des Bedauerns und der Entschuldigung wäre das Mindeste gewesen, was Innenminister Schlögl hätte äußern müssen", kritisiert Van der Bellen.

Van der Bellen fordert den Innenminister auf, endlich die Verantwortung für die Folterknechte im Dienst der Polizei zu übernehmen und Konsequenzen für sich und die verantwortlichen Beamten im Ministerium zu ziehen.

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