NEWS-Reaktion auf FPÖ-Aussendung von 12.12 Uhr: NEWS-Berichterstattung zur FPÖ-Spesen-Affäre voll bestätigt

Zahlungen an Sichrovskys Ehefrau nun von allen Seiten bestätigt - Von Sichrovsky vorgelegte 'Beweise' einer Weiterleitung der Zahlungen sind völlig unzureichend - Auch Raschhofer blieb bisher jeden Leistungsbeweis für Intimfreund Andreas R. schuldig

Wien (OTS) - Entgegen der Behauptung des FPÖ-Generalsekretärs Peter Westenthaler bei seiner heutigen Pressekonferenz, die Berichterstattung des Wochenmagazins NEWS zur Spesen-Affäre rund um die FPÖ-Mandatare Sichrovsky und Raschofer 'bricht mittlerweile auseinander', wurden alle im dieswöchigen NEWS veröffentlichten Recherchen mittlerweile vollinhaltlich bestätigt.

NEWS hat in seiner neuen Ausgabe berichtet, daß von einem EU-Konto in den Jahren 1996 und 1997 insgesamt S 704.667,-- an die Ehefrau des FPÖ-Abgeordneten Peter Sichrovsky, Colleen Delegan, überwiesen wurden.

Dieses von NEWS recherchierte Faktum ist mittlerweile von allen Seiten - sowohl von den EU-Behörden, als auch von Sichrovsky selbst -bestätigt worden. Noch vor vier Monaten hatte Sichrovsky in einem Interview mit dem Nachrichtenmagazin FORMAT dezidiert ausgeschlossen, daß es zu EU-Zahlungen an seine Ehefrau gekommen sein könnte.

Die nunmehr von der FPÖ und Sichrovsky produzierten "Beweise", wonach die an seine Ehefrau ausbezahlten Beträge an eine Assistentin in den USA weitergeleitet wurden, sind bisher völlig unzureichend: Der angebliche Brief der EU-Quästur stammt vom April 1997 - wurde also erst mehr als ein halbes Jahr nach Beginn der Zahlungen an Colleen Delegan ausgefertigt - und nimmt auf den konkreten Fall, daß Sichrovsky an seine Ehefrau EU-Honorare auszahlt, nicht Bezug, sondern klärt nur ganz allgemein, daß Honorare an US-Mitarbeiter sowohl direkt, als auch über dritte Personen ausgezahlt werden könnten.

Der von Sichrovsky vorgelegte angebliche Vertrag zwischen ihm und seiner Mitarbeiterin ist in dieser Form nicht rechtsgültig, nimmt in keinster Weise auf die Auszahlung der Gelder an seine Ehefrau Bezug und beinhaltet schließlich auch noch einen anderen Betrag als die von der EU an Sichrovskys Ehefrau ausbezahlten S 50.000,-- pro Monat. Bis heute haben FPÖ und Sichrovsky die Kontoauszüge der US-Bank nicht vorgelegt, denen zufolge die Zahlungen von Colleen Delegan an die Assistentin unverzüglich weiter überwiesen worden sein sollten.

Auch die Berichterstattung von NEWS über die Spesenauszahlungen der FPÖ-Spitzenkandidatin Daniela Raschhofer an einen Intimfreund haben sich mittlerweile vollkommen bestätigt: Übereinstimmende Quellen sowohl aus der FPÖ als auch aus dem EU-Parlament bestätigen, daß es zwischen Daniela Raschhofer und Andreas R. zum Zeitpunkt der Zahlungen eine enge persönliche Beziehung im Sinn einer mehrmonatigen Lebensgemeinschaft gegeben hat.

Bis heute wurden von der FPÖ und Raschhofer keine Unterlagen darüber vorgelegt, welche Tätigkeiten Andreas R. in Straßburg und Brüssel durchgeführt hat, insbesondere ob diese Tätigkeiten ein regelmäßiges monatliches Gehalt gerechtfertigt haben.

In seiner nächsten Ausgabe, die bereits kommenden Mittwoch erscheint, wird NEWS die Hintergründe der Causa Sichrovsky und die fehlende Beweiskraft der vorgelegten Papiere ausführlich darstellen.

Bis heute ist bei NEWS keinerlei Klage der FPÖ eingelangt - dies ist auch juridisch kaum möglich, da alle in NEWS berichteten Zahlen und Fakten mittlerweile von den Betroffenen selbst bestätigt wurden.

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