Chiron befürwortet Impfstoff-Entwicklungsstrategie für weltweite H.Pylori Infektion / Bericht in "Science" unterstreicht kritischen Bedarf für Impfstoff

Emeryville/Kalifornien (ots-PRNewswire) - Wissenschaftler der
Chiron Corporation, (Nasdaq: CHIR), berichten in der Science-Ausgabe vom 21. Mai, daß ein Impfstoff möglicherweise der vielversprechendste Ansatz für die Bekämpfung von Helicobacter pylori (H.pylori), einem infektiösen Bakterium ist, das die Hauptursache für Magengeschwüre und Magenkrebs darstellt. Zur Zeit befinden sich bei der Hälfte der Weltbevölkerung H.pylori Bakterien im Magen und machen die Infektion damit zur am weitesten verbreiteten in der Welt. Der Bericht unterstreicht, daß das weltweite Auftreten des Bakteriums, in Verbindung mit dem Auftreten von Stämmen, die gegen Antibiotika resistent sind, den Bedarf für einen Impfstoff verstärken, der in der Lage ist, diese Infektionskrankheit unter Kontrolle zu bringen.

"Trotz konventioneller Behandlungsoptionen mit Antibiotika hat die Infektionsrate mit H.pylori ein globales Ausmaß erreicht", sagte Rino Rappuoli, Vice President, Impfstoff-Forschung bei Chiron Siena, Italien, einer der Koautoren des Berichtes. "Angesichts der sich abzeichnenden Resistenz gegen Antibiotika liefert die Chiron Forschung starke Beweise dafür, daß ein Impfstoff die effektivste Art und Weise sein könnte, die Krankheit unter Kontrolle zu bringen und schließlich auszumerzen."

Die Wissenschaftler von Chiron in Siena, Italien, haben Schlüssel-Bakterienproteine identifiziert, die für die H.pylori Infektion wichtig sind und Magengeschwüre verursachen. Mit genetischer Information hat Chiron Produktanwärter für Impfstoffe entwickelt, die in vorklinischen Modellversuchen einen Schutz gegen die Bakterien aufgezeigt haben. Die nächste Frage ist, ob diese vorklinischen Ergebnisse bei Menschen reproduziert werden können.

Die Entdeckung im Jahre 1982, daß H.pylori eine wesentliche Ursache für Magengeschwüre ist, veränderte in dramatischer Weise die Behandlung der Erkrankung und ersetzte frei verkäufliche Medikamente und sogar chirurgische Eingriffe durch eine Kombination aus einem sekret-hemmenden Medikament und zwei Antibiotika, die für die Dauer von einer bis zwei Wochen eingenommen werden.

Während sich die konventionelle Behandlung bei der Heilung der H.pylori Infektion als effektiv erwiesen hat, hat das Auftauchen antibiotika-resistenter Stämme des Bakteriums, nach Aussagen von Rappuoli, der Wirksamkeit der heute angewandten Therapie eine Grenze gesetzt. Daher ist man der Meinung, daß die Herangehensweise mit einem Impfstoff bei der Kontrolle und eventuellen Heilung der Erkrankung mehr Wirkung zeigen würde.

Gegenwärtige Epidemiologie
Die Autoren berichten, daß die Erkrankung in den Entwicklungsländern fast universell auftritt, während die H.pylori Infektion in Nordeuropa und den Vereinigten Staaten häufiger bei Erwachsenen auftritt. Während die Mehrzahl der Erwachsenen im Kindesalter infiziert wurden, tritt die Krankheit heute bei Kindern weniger häufig auf. Die Studien deuten außerdem darauf hin, daß eine genetische Prädisposition eine Rolle bei der Infektion spielen könnte. In den USA tritt H.pylori bei den afro-amerikanischen und hispano-amerikanischen Bevölkerungsteilen häufiger auf.

H.pylori, primäre Ursache für Magengeschwüre
Helicobacter pylori, ein spiralförmiges Bakterium, das sich im Magen und im Duodenum (Abschnitt des Verdauungstraktes direkt unterhalb des Magens) aufhält, verfügt über eine einzigartige Art und Weise, sich an die harten Umgebungsbedingungen des Körpers anzupassen. Ca. 25 Millionen Amerikaner leiden unter Magengeschwüren. Jedes Jahr treten 500.000 bis 850.000 neue Ulcus-Erkrankungen auf; die Zahl der Krankenhauseinweisungen aufgrund von Magenproblemen beträgt mehr als eine Million. Nach Aussagen der Centers for Disease Control (CDC), verursachen Magenerkrankungen in den USA fast US$ 6 Mrd. an direkten Behandlungskosten und indirekten Kosten aufgrund von Arbeitsausfall und Produktivitätsverlusten.

Autoren des "Science" Artikels
Der Bericht, mit dem Titel "Heliobacter pylori, Virulence and Genetic Geography", stammt von Antonello Covacci, M.D., John Telford, Ph.D., Giuseppe Del Giudice, M.D. und Rino Rappuoli, Ph.D. von Chiron, Siena, Italien sowie Julie Parsonnet, M.D., Ph.D., Department of Medicine and Infectious Diseases, Stanford University.

Über Chiron
Chiron Corporation, mit Sitz in Emeryville, Kalifornien, ist ein führendes Unternehmen der Biotechnologie, das in drei globalen Märkten der Gesundheitsversorgung tätig ist: Biopharma, Impfstoffe und Bluttests. Das Unternehmen setzt sich auf breiter und integrierter wissenschaftlicher Grundlage für die Entwicklung innovativer Produkte zur Vermeidung und Behandlung von Krebserkrankungen, Infektionserkrankungen und Gefäßerkrankungen ein. Dieser Ansatz wird durch die starke Forschung über Rekombinant-Proteine, Genome, kleine Moleküle, Gentherapie und Impfstoffe gestützt.

Diese Pressemeldung kann zukunftsbezogene Aussagen zu Chirons Impfstoff-Produktanwärter gegen H.pylori enthalten. Die tatsächlichen Ergebnisse können aufgrund einer Reihe von Faktoren, wie, unter anderem folgende, erheblich von den in dieser Pressemeldung gemachten Aussagen abweichen: Es kann keine Zusicherung geben, daß irgendein Produkt in der Chiron-Pipeline erfolgreich entwickelt oder produziert wird oder daß die endgültigen Ergebnisse vorklinischer Tests an Menschen für die zur Vermarktung der Produkte erforderliche Zulassung förderlich sein werden oder daß die endgültige Zulassung rechtzeitig oder überhaupt erfolgt oder daß eine Akzeptanz der Produkte durch Patienten und Ärzte gegeben sein wird. Chiron übernimmt keinerlei Verpflichtung, die Angaben in dieser Pressemeldung zu überarbeiten oder zu aktualisieren, um Ereignisse oder Umstände zu reflektieren, die nach dem Datum dieser Pressemeldung eintreten. Für eine vollständige Erörterung der Faktoren, die Betriebsergebnis und finanzielle Erfolge beeinträchtigen können, wird auf die von Chiron bei der Securities and Exchange Commission (SEC) eingereichten Unterlagen, einschließlich des neuesten 10-Q Report, verwiesen.

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