Österreichische Exporte übertrafen 2 Mrd-Rekordmarke

Bilaterale Wirtschaftsabkommen praktisch umsetzungsreif - EU-Mex-Freihandelsabkommen im konkreten Verhandlungsstadium

PWK - 1998 war ein Rekordjahr im Außenhandel mit Mexiko. Österreichs Exporte erhöhten sich um erstaunliche 53,9 Prozent auf 2,2 Mrd Schilling, womit zum ersten Mal die 2 Mrd-Schallmauer durchbrochen wurde, berichtete der österreichische Handelsdelegierte in Mexiko, Dr. Walter Koren. ****

Den Löwenanteil von zwei Drittel an den Lieferungen halten Maschinen und andere Investitionsgüter die zur Modernisierung der mexikanischen Industrie benötigt werden. Vor allem der Anstieg in dieser Sparte (plus 69 Prozent) sei bezeichnend und zeigt das Potential der österreichischen Wirtschaft in diesem "Emerging Market".

Der Umsetzung nahe sind die für die bilateralen Wirtschaftsbeziehungen wesentlichsten Abkommen. Das Ende Juni 1998 von den Wirtschaftsministern unterzeichnete Investitionsschutzabkommen wurde Ende des Jahres vom mexikanischen Senat ratifiziert und tritt in Kürze in Kraft. Das Doppelbesteuerungsabkommen ist nach längeren Detailverhandlungen praktisch fertig zur Paraphierung. Einige österreichische Firmen und vor allem auch die Banken drängen nun auf eine zügige Realsierung der noch fehlenden Schritte.

Unter den EU-Ländern gehört Österreich, so Koren, leider zu den weniger bedeutenden Lieferanten, was umgekehrt nach Meinung Korens auf die noch nicht genützten Chancen hinweist: "Mexiko sollte von den österreichischen Firmen noch mehr Aufmerksamkeit und Energie gewidmet werden". In eine entscheidende Phase sind die Verhandlungen zu einem Freihandelsabkommen zwischen der EU und Mexiko getreten. Bis Mitte 1999 wird feststehen, ob dieses umfassende Abkommen bereits mit 1.1.2000 in Kraft treten kann. Wesentlich für die EU ist eine weitestgehende Angleichung der Zollsätze an jene der NAFTA im Jahre 2003 (Ende der zehnjährigen NAFTA-Zollabbauperiode), um die derzeit bestehenden Zollnachteile wieder aufzuheben und so einen fairen Wettbewerb zwischen EU und USA in Mexiko zu gewährleisten.

Die Möglichkeiten für österreichische Technologie sind vor allem in den wichtigsten Industriesparten Mexikos enorm. Dazu zählen die Automobil-, Elektro- und Elektronik-, die Textil- und Bekleidungs-, Stahl-, Petrochemie-, Chemie- und Pharma-, sowie die Lebensmittelindustrie. Spezielles Augenmerk verdient der Infrastrukturbereich. Nach den Hafen- und Eisenbahnprivatisierungen werden erste Schritte auch bei den Flughäfen sowie im Energiebereich gesetzt. Damit gehen, zumindest mittelfristig, umfangreiche Modernisierungsinvestitionen einher.

Ein immenses Betätigungsfeld bietet der Umweltschutz. Enormer Bedarf besteht in allen Bereichen der Wasserbehandlung sowie der Abfallverwertung. Ausbaufähig ist die Präsenz österreichischer Firmen in Mexiko. Einen exemplarischen Schritt tat 1998 die Firma Huber Trikot, die ein Produktions-joint-Venture mit über 200 Beschäftigten eröffnete. Die dort mit österreichischem Design und Know-How gefertigten Skiny-Produkte sind nicht nur für den mexikanischen Markt, sondern für den gesamten nordamerikanischen Raum bestimmt. Weitere vielversprechende Investitonsvorhaben in der Plastik- und Autoteileindustrie werden 1999 realisiert werden.

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