Svihalek präsentiert "Die Rückkehr des Dritten Mannes"

Erlebniswelt in Wiens Kanälen - Der Untergrund lebt

Wien, (OTS) Seitdem der geniale Orson Welles vor fünfzig Jahren zum ersten Mal als "Dritter Mann" durch Wiens Kanäle hetzte und Anton Karas dies durch seine Zitherklänge begleitete, ist der Untergrund Wiens weltbekannt. Nun können die Wienerinnen und Wiener, aber auch die zahlreichen Touristen diese Atmosphäre authentisch erleben: Stadtrat Fritz Svihalek präsentierte am Freitag Wiens neue Erlebniswelt "Die Rückkehr des dritten Mannes" im historischen Kanalnetz unter dem Karlsplatz: "Wien hat damit
eine Attraktion mehr, mit der es international punkten kann." Zahlreiche Gäste, darunter Wiens Finanzstadträtin Mag. Brigitte Ederer, kamen zur Eröffnung und erlebten hautnah die einzigartige Reise durch Wiens Unterwelt. Das ganz Besondere an dieser Erlebniswelt: die Darsteller sind nicht nur Schauspielschüler, sondern auch Mitarbeiter der MA 30, die "ihre Kanalwelt" natürlich in- und auswendig kennen und begeistert mittun.

Ab 1. Juni 1999 gibt es die Erlebniswelt "Die Rückkehr des dritten Mannes" für alle Interessierten zu besuchen. Anmeldungen sind ab sofort möglich unter der Telefonnummer 795 14/93018 (von 7.30 bis 15.30 Uhr), ab 1. Juni zusätzlich unter 585 64 55 (9 bis 17 Uhr). Die Erlebnisreise gibt es von April bis Oktober täglich, von November bis März Sonntag, Montag und Dienstag. Die ca. 25 Minuten dauernde Erlebnisreise findet halbstündlich zwischen 9.30 und 16.30 statt. Die Inszenierung gibt es in deutscher und englischer Sprache. Der Eintrittspreis beträgt für Erwachsene 90 Schilling, für Gruppen ab zehn Personen pro Person 60 Schilling
und für Schüler und Studenten 30 Schilling. Mit der "Wien-Karte" von Wien-Tourismus gibt es 15 Schilling Ermäßigung auf alle Preise. Das Mindestalter für die Teilnahme beträgt zwölf Jahre. (Bei stärkeren Regenfällen oder betriebsbedingten Arbeiten kann die "Rückkehr des dritten Mannes" nicht stattfinden.)****

Der Einstieg in die Wiener Unterwelt befindet sich im Esperanto-Park (gegenüber dem Cafe Museum) beim Ausgang "Operngasse" der U-Bahn-Station Karlsplatz. Flache Schuhe und
warme Bekleidung werden empfohlen. Es wird auch darauf aufmerksam gemacht, daß unangekündigte Pistolenschüsse und sehr laute Tonprojektionen Teil der Inszenierung sind. Personen mit einem Herzfehler oder mit Wirbelsäulenproblemen, sowie Schwangeren und Menschen, die nicht schwindelfrei sind bzw. unter Platzangst
leiden, wird von der Teilnahme abgeraten.

Die für die Wiener Kanäle zuständige MA 30 bot in den vergangenen Jahren immer wieder bei einem "Tag der offenen Tür"
und bei Spezialevents eine Besuchsmöglichkeit des Kanalnetzes an und erlebte jedes Mal einen riesigen Ansturm. Die Möglichkeiten zu einer Führung in den unterirdischen Gewölben waren aber sehr begrenzt und brachten letztendlich einerseits den Besuchern nicht wirklich die erwartete Spannung und "Film-Atmosphäre", noch
konnten andererseits die von der MA 30 gewünschten Informationen über ihre Arbeit wirklich vermittelt werden.
So entschloß sich die MA 30-Wien Kanal mit ihrem Leiter, SR Dipl.-Ing. Helmut Kadrnoska, neue und für eine Magistratsabteilung eher ungewöhnliche Wege zu gehen. Es wurde die auf Erlebniswelten spezialisierte Firma Wechselspiel beauftragt, eine solche für die "Rückkehr des dritten Mannes" zu entwickeln. Denn der Film "Der dritte Mann" ist noch immer eine Legende, ganz besonders im englischsprachigen Raum. Im Ranking des "American Film Institut" belegt "Der dritte Mann" den 57. Platz der besten hundert Filme aller Zeiten. Dipl.-Ing. Kadrnoska: "Ich bin überzeugt, daß dieses Produkt, welches so viele Lebensbereiche des mystischen, unterirdischen aber auch Alltäglichen miteinander verbindet, nur hier in Wien entstehen konnte und nur hier in Wien paßt."

Das Wiener Kanalnetz - das unsichtbare Leben einer Großstadt

Vielfältig und überlebenswichtig sind die Aufgaben der fast 750 MitarbeiterInnen der MA 30-Wien Kanal für die Großstadt Wien und ihre BewohnerInnen. Diese Information soll auch den Besuchern der Erlebniswelt "Die Rückkehr des dritten Mannes" auf spannende Weise vermittelt werden. Immerhin münden täglich mehr als 500.000 m³ Abwässer in das Wiener Kanalnetz. Der Tätigkeitsbereich umfaßt das Stadtgebiet von Wien (415 km²) und eine Reihe von angeschlossenen Umlandgemeinden mit ca. sechs Millionen Kubikmeter Abwasser. Das über das Wiener Kanalnetz geleitete Abwasser kommt zur Reinigung in die Kläranlagen. Die MA 30 - Wien Kanal sorgt
auch für die Entsorgung des dabei anfallenden Klärschlammes und überwacht die Abwässer in quantitativer und qualitativer Hinsicht. Bereits die Römer hatten schon 100 n. Chr. in ihrem damaligen Militärlager Vindobona ein auch heute noch modern anmutendes Kanalsystem, doch geriet dieses für mehr als tausend Jahre in Vergessenheit. Die Folge war, daß regelmäßig Epidemien und Seuchen Wien, gleich anderen europäischen Städten, heimsuchten. Ab 1850 war das Kanalsystem so weit ausgebaut, daß die damit zusammenhängende Seuchengefahr endgültig gebannt war. Das Wiener Kanalnetz wurde ständig weiter verbessert, bis es im Zweiten Weltkrieg durch 1800 Bombentreffer schwer geschädigt wurde. Bis 1950 - das war auch die Zeit des Aufenthaltes von Graham Greene in Wien und der darauffolgenden Filmdreharbeiten für den "Dritten Mann" - sollte es dauern, bis die Kriegsschäden behoben waren. In den vergangenen Jahrzehnten wurde das Wiener Kanalnetz ständig weiter verbessert, baulicher Höhepunkt war die Errichtung der Hauptkläranlage Wien im Jahre 1980. Die permanente Modernisierung und Sanierung des bestehenden und der weitere Ausbau des öffentlichen Kanalnetzes gehören auch in Zukunft zu den wichtigsten Aufgaben der Gemeinde Wien. (Schluß) ma

*** OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER

VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS ***

Rückfragen & Kontakt:

Renate Marschalek
Tel.: 4000/81 070
e-mail: mar@guv.magwien.gv.at

PID-Rathauskorrespondenz: www.magwien.gv.at/vtx/vtx-rk-xlink/

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NRK/NRK